Mittwoch, 13. Juli 2016

Wieder da



 Ich habe mir lange überlegt ob ich nach einem Dreivierteljahr wieder weitermachen soll mit meinem Blog. Jetzt ist es Zeit für ein Lebenszeichen.
In den Kommentaren zu meinem letzten Post im September 2015 haben mich Frank, Stefan, George und Marco zum Weitermachen ermuntert. Renate aus den Bergen hat auch nach einem neuen Artikel gefragt. Letzte Woche im Wienerwald ist mein Blog unter Kollegen, wenn auch nur kurz, angesprochen worden. Das war dann auch noch der letzte Impuls zum Weitermachen.
Ich fahre immer mehr und mehr Stammgäste. Was mir dabei, nicht nur im Taxi, anvertraut wird, will ich auf keinen Fall veröffentlichen. Auch wenn ich die Namen und die Strecken verfremde, würde sich der eine oder andere Fahrgast bestimmt wieder erkennen.

Perspektive am AGIP - Speicher - animiert zum Schreiben

Nach 25 Jahren Taxi in allen Facetten, erlebe ich immer weniger Geschichten die mich vom Hocker reißen. Was mich am Anfang der 90er als Nachtfahrer noch zum Denken anregte, findet jetzt bei mir kaum noch Beachtung. Während des letzten Vierteljahrhunderts hatte ich mindestens 85.000 Fuhren. Dabei gab es unzählige Gespräche. Selbst bei den stillen Touren, oder gerade bei denen, konnte ich etwas lernen. Zehntausende Gespräche mit Gästen aus aller Herren Länder, Bettlern und Millionären, Hebammen und Räubern, ... Wenn auch die Geschichten für Barkeeper, Friseusen und Taxifahrer aufregend sind, kann sich darunter doch noch etwas Erzählenswertes finden.
Um meiner Phantasie freien Lauf zu lassen, habe ich versucht eine Kurzgeschichte zu schreiben. Dazu habe ich zwei Figuren erfunden. Da ist zunächst Sebastian Stemplinger, aus dem niederbayerischen Dorf Geisenhausen und sein Freund Giovanni Furtner aus München. Ich will die Geschichte hier im Blog veröffentlichen. Portioniert, damit die Geschichte mit Zählmarken der VG Wort versehen kann und damit es spannend bleibt. Zunächst will ich die Beiden Taxifahrer nach Madrid schicken. Wenn die Zwei gut ankommen, werde ich weitere Geschichten folgen lassen.
Das war auch schon wieder mein erster Beitrag seit Monaten. Die Langeweile am AGIP -Speicher hat wesentlich zu seinem Bestehen beigetragen.
Ein Gruß an meine Leser, die solange warten mussten und ein Gruß an die Taxiblogger, in deren Mitte ich wieder sein darf.

Kommentare:

  1. Total unwichtig13. Juli 2016 um 09:08

    Endlich!
    ;-)

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    1. Danke, war doch die richtige Entscheidung.

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  2. Freu mich auch auf deine Erählung.
    Natürlich erlebt man nicht jeden Tag etwas, worüber es sich lohnen würde zu erzählen, aber es gibt eben doch immer wieder Ereignisse, die man gerne mit Anderen teilt.
    Auf meiner eigenen Taxiwebsite www.taxiuniverse.de habe ich unter dem Button 'Humor' etliche selbsterlebte Geschichten zusammengefaßt, die allerdings fast nur die etwa 25 Jahre meiner Nachtfahrer-Tätigkeit umfassen. Tagsüber gibt es da leider lange nicht so viel zu berichten. Aber eines darf ich mal so sagen nach über 40 Jahren auf dem Bock: "Es gibt ganz sicher nur wenige Berufe, die interessanter sind als Taxifahren! Wenig Routine und nette Erlebnisse. Und es ist tatsächlich so, daß kein Beichtvater oder Psychiater so viel zu hören bekommt, wie ein Nacht-Taxifahrer! Warum? Nun, der Alkohol lockert die Zunge und der Kunde meint, er trifft uns nie wieder."

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    1. Im Vergleich zu vielen anderen, die beruflich mit Menschen sprechen, kommt beim Taxi noch dazu, dass das Auto ein kleiner, von der Umwelt abgeschlossener Raum ist. Ich denke, das macht auch gesprächiger.

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    2. Jetzt habe ih mir gerade deine Erlebnisse auf deiner taxiuniverse.de durchgelesen. Die beste Geschichte ist die, bei der du beinahe drei Tonnen Grünkohl ersteigert hättest.

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  3. hatte die hoffnung schon fast aufgegeben :-)

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  4. Schön, dass du wieder schreibst. Ich habe den Bock vor knapp 25 Jahren verlassen, nach vielen Jahren konnte ich mich nicht mehr gegen das Diplom wehren :-) und habe dann auch gut in das klassische Berufsleben zurückgefunden. Ich genieße es aber in Euren Blogs noch so ein wenig Taxiluft zu schnuppern. Und ehrlich, ab und zu juckt es immer wieder, noch einmal den P-Schein zu beantragen und am Wochenende in die Nacht zu starten.
    Danke, dass auch du immer wieder Zeit aufbringst, hier zu schreiben.
    Gruß Frank

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    1. Ja, ja - ich zerbreche mir ständig den Kopf wie wir einfach zu Geld kommen können. Aber solange es das Taxi gibt, bleibe ich bei meinen Leisten. Irgendwie eine Gewohnheit. Was 25 Jahre gut gegangen ist, geht auch noch die nächsten Jahre so weiter; denke ich mir. (Kann in diesen Zeiten eine falsche Annahme sein)
      So bleibe ich an den Bock gefesselt.

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  5. Es zeigt sich: Die Wahrheit siegt:
    Wer schreiben kann, soll es auch tun, sonst tun es die, die es nicht können.

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