Donnerstag, 4. Juni 2015

Filmcops



Ich habe mich schon immer gefragt woher die Polizisten kommen, die bei den Krimis im Fernsehen auftauchen. Mir war schon klar, daß das keine echten Polizisten sind, die mit den braunen Lederjacken und Schirmmützen im Hintergrund stehen, wenn der schlaue Kommissar die Verdächtigen oder Zeugen befragt. 

Aber alleine schon wenn ein Streifenwagen ins Spiel kommt, stelle ich es mir schwierig vor. Woher kommt denn das Auto? Oder wenn gar ein ganzes Sonderkommando anrückt. Woher kommen die Uniformen, die Autos oder die Waffen? 

Einer in der Ludwigstraße


Auf der Ludwigstrasse einwärts fährt vor mir die Antwort. Ich erwische einen Streifenwagen mit abgedeckten Blaulichtern. Der Schriftzug Polizei ist mit einer Magnettafel überdeckt. Am nächsten Taxistand google ich gleich mal die -> Filmcops Die Firma sitzt in München, in Steinhausen, und verleiht Polizeiequipment aller Art. Deutsche und österreichische (Film-) Polizeieinheiten können hier ausgestattet werden. 

Wenn ein Regisseur, anstelle eines Polizeiwagens, ein Taxi für einen Blockbuster braucht, kann er sich bei mir melden. Einen Schauspieler für die Fahrerrolle oder die Hauptrolle bekommt er gleich dazu. Es gibt nur einen Wehrmutstropfen; mein hellelfenbeinfarbiges Taxi passt nicht so ganz nach New York oder Los Angeles.
Oder ich übe mich gleich als Drehbuchautor. Ein Münchner Taxifahrer rettet selbstlos Hundewelpen, Katzenbabies und Delphine - dazu taucht er mit seinem Taxi wie ein Superheld aus dem Nichts auf und verschwindet wieder unerkannt. Für die Öffentlichkeit fristet er ein bescheidenes Dasein an den Taxiständen Münchens.
Also Regisseure schlagt zu, hier bekommt ihr ein Drehbuch, einen Hauptdarsteller, einen Oscar-Preisträger und ein Taxi obendrauf. 

Zwei am Altstadtring

1 Kommentar:

  1. Der Hinweis auf den "Superheld" war das wichtigste in Bezug auf die Vereinigten Staaten überhaupt, denn dort gibt es nicht irgendwelche durchschnittlichen Helfer. Das sind alles Superhelden, obwohl man eigentlich weiß: "Wenn dich keine Gang aufnehmen will, geh´ zur Polizei."

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