Ich habe nur noch ein Taxi und keinen Fahrer mehr. Der Aufwand für den Papierkram ist absolut minimalistisch. Es gibt nur noch ein Kassenbuch zu führen und die Kontoauszüge zu belegen. Keine Lohnkonten mit den aufwändigen Aufzeichnungen die zur Anerkennung der sozialversicherungsfreien Zuschläge gebraucht werden, keine Einnahmeursprungsbelege für den Tagesumsatz, keine Briefmarkensammlung aus Tankbelegen, u.s.w.
Selbst meine Umsatzsteuervoranmeldungen muß ich nicht mehr monatlich, sondern nur noch quartalsmäßig abgeben. Und genau da liegt der Hacken. Drei Monate lang habe ich meine Quittungsdurchschläge, Tankzettel und andere Barbelege nur in das Drahtkörbchen über unserem Schreibtisch geworfen.
Am letzten Tag des alten Jahres mache ich mich über die Zettelwirtschaft und brauche dazu fast den ganzen Tag. Dabei fasse ich einen Vorsatz für das neue Jahr; Ich werde in Zukunft meine Aufzeichnungen zeitnah führen. Weil konkrete Vorsätze mehr Aussicht auf Erfolg haben, schwöre ich mir meine Buchhaltung mindestens einmal in der Woche upzudaten. (das „zu“ ist ein schöner Zusatz zwischen den beiden englischen Wörtern „up“ und „daten“. Wobei ich nicht weiß, ob „daten“ überhaupt ein englisches Wort ist.)
Jetzt ist die Liste meiner Vorsätze für das neue Jahr vollständig; abnehmen, Zukunft sichern, Geld verdienen, fleißig arbeiten, Papierkram gleich erledigen. Mit dem Rauchen aufhören ist nicht mehr dabei, im April habe ich meine letzte Zigarette geraucht.
Jetzt schreib ich mir das Ganze auch auf. Wenn ich dann noch ins Detail gehe habe ich schon meine Jahresplanung für 2012 voll.
Mein Bauchgefühl, auf daß ich mich immer verlassen kann, sagt mir, daß dieses Jahr für uns ein Schicksalsjahr wird.
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