Um 8:00 Uhr stehen wir mit zwei Betreuerinnen am Flughafen München und erwarten unsere Gäste. Die Maschine aus Sao Paulo ist 40 Minuten früher gelandet. Die Gepäckabfertigung an unserem Flughafen dauert inzwischen schon bis zu einer Stunde, von daher beunruhigt uns ein Flugzeug, das bis zu einer Stunde früher landet kaum.
“Ein Koffer kann so sein“ sagt mein Kollege und deutet dabei mit seinen Händen einen Abstand von 40 cm, “oder ein Koffer kann so sein.“ Dabei streckt er seine Arme aus.
Unsere Gäste sind Ingenieure aus Brasilien, die jetzt mindestens für zwei Jahre in München bleiben. Als wir ihnen sagen, dass sie Glück haben weil es zur Zeit ungewöhnlich warm ist, verziehen sie die Gesichter.
„Bei uns in Rio hat es jetzt um die 30 Grad.“
Die Aussage eines unseres Gastes erklärt alles. Ach ja, es waren nicht nur sechs wie angekündigt, sondern neun. Und die 33 Koffer; die meisten von ihnen waren eher so wie der Kollege am Ende gezeigt hat. Sogar ein Hund war dabei, natürlich mit entsprechender Box.
| Voll in Schwabing |
Um unsere neun Auswanderer mit ihrem Hausstand befördern zu können, klappen wir bei meinem -> Taxi die Lehne der zweiten Rückbank nach vorne du aus meinem Gefährt wird der Gepäckwagen. Mein Taxi ist voll bis unter das Dach. Einen großen Koffer packen wir noch auf die Beifahrerbank. Ich möchte nicht wissen mit wie viel Prozent der VW – Bus überladen ist. Auf der zweiten Rückbank kann ich noch drei Fahrgäste mitnehmen. Der Rest der Gäste fährt bei meinem Kollegen in dessen Vito. In seinem etwas kleineren Kofferraum stecken auch noch sechs Koffer.
Wir haben fünf Adressen in München anzufahren. Ab der dritten Adresse, kann ich die Gäste und deren Gepäck alleine fahren und zahle meinen Kollegen aus.
Ich bin dann noch bis 12:45 Uhr unterwegs und bringe 163,50 € auf den Taxameter. Dabei entfallen 15,80 € alleine auf Zuschläge. Das wird für längere Zeit mein Zuschlagrekord bleiben.
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AntwortenLöschenSchockschwerenot! So was hat man echt nicht alle Tage.
AntwortenLöschenSchon am Anfang des Artikels dacht ich so bei mir "Holt er jetzt nen Anhänger für das ganze Gepäck..?"
Na die scheinen aber genügend Geld zu haben, wenn man in ein anderes Land zieht nimmt man entweder wenig Gepäck mit oder schickt es auf dem Seeweg in einem Container. Aber gut für dich.
AntwortenLöschenEinen Container hatten die noch zusätzlich. Jede Familie bekam einen halben Container. Zum Glück kamen die nicht mit dem Flugzeug, sondern wie du richtig sagtest, auf dem Seeweg.
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