| FIAT von Flinkster im Parkraumquartier |
Mein Taxi fährt jetzt schon acht Tage ohne Werkstatt. Jetzt
muß ich aber schnell dreimal auf Holz klopfen, daß das weiterhin so bleibt. Gestern
nutzte ich mein fahrendes Taxi aus und konnte entspannt Standplatzrutschen.
Nach dem Gast fahre ich den nächstgelegenen, passenden Standplatz an und harre
auf den nächsten Gast, gespannt wohin mich die Wege meiner Gäste führen.
Weit führen sie mich nicht, die Wege, kleine Fahrten ich
komme aus dem Norden Schwabings nicht heraus. Ein Kunde aus dem Flughafenbus
für 7,- € in die neue Parkstadt Schwabing, ein älteres Ehepaar nach dem
Arztbesuch nach Hause für 6,50 €, schließlich eine Katze zum Tierarzt für
wieder 7,- €. Für den Kilometerschnitt sind solche Fahrten gut, für den Umsatz
weniger.
In der Birnauer Straße, Nähe Petuelring, entdecke ich ein
Flinkster-Fahrzeug. Letzten Sommer haben die Flinkster Leute in München kräftig
aufgestockt. 100 Fahrzeuge hat DB-Rent eine Tochter der Deutschen Bahn AG
dazugekauft. Die fallen mit der weiß -
grau – roten Lackierung im Stadtbild richtig auf.
Flinkster ist einer der wenigen Carsharing Unternehmen, daß
deutschlandweit in mehreren Städten auftritt. In München aber, gibt es eine
Besonderheit. Fast ganz München ist in Parkraumquartiere eingeteilt. Die
Birnauer Straße ist im Parkraumquartier Lerchenauer Straße. Die Kunden in
München müssen die Fahrzeuge nicht in einer Station abholen und zurückbringen.
Hier kann das Fahrzeug aus einem Parkraum heraus übernommen und wieder in den
gleichen Parkraum zurückgebracht werden. Der Kunde bekommt 15 Minuten vor der
vereinbarten Mietzeit eine SMS mit der genauen Adresse des Parkplatzes
zugestellt.
Zunächst müssen sich die Interessenten im Internet
registrieren und dann mit Führerschein und Personalausweis in einer
Vertriebsstelle eine Kundenkarte abholen. Die Vertriebsstellen sind fast
ausschließlich in Bahnhofsgebäuden. Ein Umstand den Flinkster seiner Mutter,
der Deutschen Bahn AG, zu verdanken hat. Auch in München ist die
Flinkster-Vertriebsstelle im Reisebüro im Hauptbahnhof.
Die Preise beginnen bei
2,30 € pro Stunde für einen Mini, gehen bis zu 7,- € für z.B. eine C-Klasse,
Audi A4 oder Ford Mondeo. 8,-€ stündlich kostet ein Transporter wie z.B. ein
Sprinter.
Die Oberklasse – Fahrzeuge, Audi A8, Mercedes S-Klasse oder
BMW er, gibt es nur auf Anfrage nach einer Vorlaufzeit von 48 Stunden. Ebenso
erfährt man die Preise für die teueren Autos nur auf Anfrage.
Es ist spannend, besonders für uns Taxifahrer, wie sich das
Carsharing entwickelt. Das es sich entwickelt ist ganz offensichtlich. Jedes
Jahr drängen ca. fünf neue Carsharer auf den Markt. Ich habe noch immer die
Hoffnung, daß die neue Carshare-Generation ganz auf das eigene Auto verzichtet
und uns dann als potentielle Kunden zur Verfügung steht.
Dazu zwei Erlebnisse:
Stattauto, die in München eine Kooperation mit Flinkster
eingegangen sind, hatten bei uns in der Theresienstraße in unserem Hinterhof
eine Station eingerichtet. Einige Stattauto-Kunden, die ihr Fahrzeug abstellten
und den Schlüssel in den roten Tresor warfen, stiegen dann in eines unserer
Taxis um. Die standen ja gleich neben der Station.
Über myTaxi bekomme ich einen Kunden, der mit drivenow
(ein Münchener Carsharer, betrieben von BMW) , von
Bogenhausen in den Harthof fuhr, und jetzt nach Schwabing wollte. Beides, Auto
und Taxi, hat er sich über ein App auf seinem Telefon bestellt.
Interessant, wie sich das entwickelt. Und die Preise grenzen ja schon bald an denen für ein Trambahnticket.
AntwortenLöschenEine kleine Anmerkung: In dem Artikel fehlt was.
"Der Kunde bekommt 15 Minuten vor der vereinbarten Mietzeit eine SMS mit der genauen Adresse des Parkplatzes zugestellt.
Überhaupt kann man die Stellplätze der" und hier gehts nicht mehr weiter...
@ opatios
AntwortenLöschenDanke für den Hinweis. Ich habe gerade den überflüssigen Rumpf entfernt.
Das mit dem Trabahnticket stimmt. Bei Flinkster muß das Auto aber wieder in dem Parkraumquartier abgestellt werden, aus dem es entnommen wurde.