„Das ist das größte technische Museum in Europa.“
erzähle ich meinen Fahrgästen in München, wenn ich sie über die
Ludwigsbrücke fahre und zeige dabei auf das Deutsche Museum. Ein technisches
Museum, so was gibt es auch in Paris, dort heißt es ->Cité des sciences et de l´industrie.
Im Reiseführer werden die Kinderabteilungen
angepriesen. Dort gibt es eine Vielzahl von Hebeln, Schrauben, Seilen an denen
die Kleinen drücken, drehen oder ziehen können.
Es gibt für die Kinder und Jugendlichen zwei nach Alter
getrennte Abteilungen. Wir schließen uns der Gruppe der 5-12jährigen an. Der
Andrang ist so groß, dass alle 1,5 Stunden gewechselt wird. Jeweils ca. 200
Mamas, Papas und Kinder sind in der Abteilung. Nachdem die Zeit abgelaufen ist,
fordert eine freundliche Stimme alle enfants auf den Bereich zu verlassen.
Die Kinder der neuen Gruppe stehen schon erwartungsvoll an
der Schranke. Der zweite Gongschlag läutet den Sturm auf die Geräte ein. Die
Kinder teilen sich auf die verschiedenen Bereiche auf. Es gibt Kommunikation,
Fabrikation, Wasser, Umwelt … und sogar ein kleines Filmstudio.
Für mich ist es eine Freude zu sehen wie die Kleinen, trotz
verschiedenster Muttersprachen, zurechtkommen. Der Höhepunkt in der Fabrikation
ist ein Roboterarm, der in einem Glaskasten umherwirbelt. Zunächst entwerfen
die Kleinen auf einem Touch Screen einen fünf einfache Häuschen. Der Roboterarm
greift sich daraufhin aus einem Lager die entsprechenden Bausteine und stellt
schnell die Bausteine in der richtigen Position aufeinander.
Bei der Kommunikation sind an den beiden Enden der Abteilung
riesige Schalltrichter (Durchmesser ca. 3 Meter) aufgebaut.
Im Brennpunkt der konkaven Fläche sind Gestänge an denen der Kopf fixiert
werden kann. Trotz der lärmenden Rasselbande zwischen den Trichtern ist eine
Verständigung zwischen den beiden Teilnehmern möglich.
Geschickt dränge ich unsere Familie in den
Umweltbereich. Er ist mit Jardin überschrieben und
schließlich war ich doch auch als „Jardinier“ in Frankreich. Hier ist die
Attraktion ein kleines Gewächshaus voller Schmetterlingen. So kann man die
kleinen bunten Insekten aus allernächster Nähe betrachten. Jedes Kind muss auch
durch einen Ameisenhaufen mit echten Ameisen krabbeln.
Im Filmstudio ist eine Bühne aufgebaut. Auf der Bühne stehen
Fake-Instrumente, drei Gitarren und zwei Keyboards bereit. Die Kinder spielen,
singen und tanzen wie die Popstars. Am Rand der Bühne stehen zwei Kameras mit
einfachen Bedienelementen. An jeder Kamera ist ein Monitor. Die Kamerafrauen
und –männer verfolgen mit ernsten Gesichtern das Geschehen auf der Bühne und
fangen die interessantesten Bilder ein. Auf einem Mischpult kann der Regisseur
beobachten was jede einzelne Kamera aufzeichnet. Er wählt aus welches Bild auf
dem großen Bildschirm erscheint. Das Ergebnis kann von jedem Zuschauer auf
einem großen Monitor über der Bühne bewundert werden.
In einer anderen Ecke des Filmstudios sitzen die Kinder auf
einem Teppich vor einem Green Screen. In einem Monitor sieht man die kleinen
Schauspieler umgeben von grün. IN einem anderen Monitor rauscht der Himmel oder
eine Landschaft vorbei. Im zentralen Monitor kann man dann seien Nachwuchs auf
einem fliegenden Teppich durch die Luft rauschen sehen.
Im Hof des Museums,
oder vielmehr der Museumsstadt, dominiert eine riesengroße verspiegelte
Kugel. Vor 20 Jahren war in dieser Kugel ein 3-D-Kino. Um herauszufinden
was heute darin ist, bleibt mir keine Zeit. Wir müssen zu -> Chartier, nicht dem
Schmuckhändler, sondern dem Restaurant. Wäre es der Juwelier, wüsste ich was in
der Kugel ist.
.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentarformular-Meldung hier