Samstag, 26. November 2011

Reparatu(h)r


Das ist zum verzweifeln. Erst hatte ich im September mein Taxi in der Reparatur. So um die 3.000,- € sind fällig. Die Nockenwelle war eingelaufen und der Zylinderkopf musste gewechselt werden. Zur Werkstatt bin ich gefahren weil der Auspuff so ein paffendes Geräusch machte. Man glaubt gerne was man glauben möchte, und ich hoffte, dass nur der Auspuff undicht sei. Genau so hat sich das angehört. Auf dem Hof der Werkstatt war der erste Blick des Mechanikers und des Meisters zum Auspuff.
Aber die tatsächliche Diagnose warf mich schon um. Es ist bei uns Taxifahrern nicht nur die Reparatur die wir bezahlen müssen, nein, auf der anderen Seite steht unser Produktionsmittel in der Werkstatt. Tag für Tag sind wir zur Untätigkeit gezwungen und hoffen, daß das lang ersehnte Ersatzteil bald eintrifft und eingebaut wird. Wenn man dazu noch Stammkunden zu bedienen hat, muß man eine nach der anderen Fahrt abgeben. Dringend benötigtes Geld wird unter den Kollegen aufgeteilt. Der einzige Trost dabei ist, daß das Geld in der Taxifamilie bleibt.
Gut, die dicke Reparatur im September ist vorbei. Mein Taxi fährt wieder. Ein Stammkunde überweist endlich das Geld für seine Fahrten. Immerhin eine mittlere vierstellige Summe. Sogar eine Reise nach Paris ist drin.
Hochmotiviert sitze ich auf dem Bock meines hellelfenbeinweißen Wagens. Bin mit der Welt zufrieden, bediene die Kunden, bin fleißig und eifrig am Datenfunk und myTaxi. Die Einnahmen beginnen zu tröpfeln. Ich kann den einen oder anderen Fünfziger zur Seite legen.
Bis ich dann am Flughafen in der PKW-Reihe stehe. Der Laptop hängt über den Zigarettenanzünder an der Stromversorgung des Taxis. Beim Nachrücken springt der Motor nicht wie gewohnt beim ersten Drehen des Zündschlüssels an. Ich muss 20 Sekunden den Schlüssel gedreht halten bis der Motor startet. Dabei macht aber der Anlasser kein orgelndes Geräusch, wie wir alle erwarten. Nein, 20 Sekunden lang dreht der Anlasser kräftig durch bis der Motor startet.
Aha, denke ich mir, da war wohl der Strom knapp. Die Batterie ist neu, deshalb hat sie auch die Kraft zum Durchstarten. Es kann nur der Generator sein. Der Lädt die Batterie nicht mehr auf und dann geht auch der allerneueste, stärkste Akku in die Knie.
Das ist einmal passiert und ich hatte den Vorfall beinahe vergessen. Beim Renaissance-Stand lade ich mein iPhone über das Bordnetz auf. Vorne angekommen passiert mir das gleiche wie Tags zuvor am Flughafen. Durch kräftiges Orgeln springt der Motor an und ich mache mich auf dem Weg zum Kunden, den ich über Funk bekommen habe. Während der Fahrt stirbt mir der Motor ab. Ich versuche mich rollend von der Soxhletstraße auf den Parkplatz des Ungererbades zu retten. Ein Dieselmotor der während der Fahrt abstirbt. So etwas hatte ich noch nie. Ich erinnerte mich an unsere alten 124er Taxis. Fremdstarten und ohne Batterie mit Warndreieck im Heckfenster zur Werkstatt fahren. Ich war verwirrt, wieso braucht ein Dieselmotor Strom wenn es doch ein Selbstzünder ist. Auf dem Parkplatz des Ungerebads habe ich inzwischen den Motor wieder zum Laufen gebracht. Am nächsten Tag, ich stehe wieder am Flughafen, wieder hängt mein Laptop an dem 12 Volt des Taxis und wieder springt der Motor nur nach 20 Sekunden anlassen an. Für mich war jetzt der Kas bissn, es muß doch was mit dem Strom zu tun haben. Vielleicht kann man so ein hochkompliziertes, modernes Dieselaggregat in einem VW Bus T5 Caravelle nicht mit einem Benz Saugdiesel im 124 vergleichen. Lief doch der Zweite sogar zuverlässig mit Heizölbeimischung und Falschtanker-Abfällen eines bekannten Münchener Autovermieters – theoretisch! So ein moderner Dieselmotor hat bestimmt eine elektrisch betriebene Einspritzanlage. Wenn der Generator kein Strom bringt, hat die Batterie keinen Saft mehr, die Einspritzanlage spritzt keinen Diesel mehr ein, der Motor stirbt ab. So schlussfolgere ich laienhaft als Gärtnergeselle und tröste mich selbst;

“Es ist ja nur die Lichtmaschine. Vielleicht sogar nur die Kohlen.“

Ich lasse während des Vorrückens in der Taxireihe den Motor laufen, damit ich für die Fahrt in die Stadt genug Strom habe. Als erster in der Reihe steigt mir ein Amerikaner ein, er will zum City Hilton am Rosenheimer Platz. Eine Tour wie ich sie mir vorgestellt habe. Hinter mir rattert der Dieselmotor in meinem Taxi, er rattert zwar bedenklich, aber er läuft und das beruhigt. Kaum ist der Kunde eingestiegen und ich losgefahren, bleibt mir nach nur 50 Meter der Motor stehen und das Taxi rollt zwischen die anderen Taxis auf den Parkplatz. Es ist mir schon etwas peinlich als ich den Motor wieder starte. Dabei zucke ich harmlos tuend mit den Schultern. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle aber mir ist klar – das Taxi muß in die Werkstatt.
Am nächsten Tag habe ich erst mittags eine vorbestellte Fahrt, bei der ich das Taxi brauche. Also mach ich mich auf den Weg zur Werkstatt Nummer 2 in Neuried. Bis auf das beunruhigende Stottern läuft alles ruhig. Ich kämpfe mich über den Mittleren Ring von Norden her kommend Richtung Neuried. Wenn ich in der Reihe zum langsam rollen oder sogar zum stehen komme,  versuche ich durch Spielen mit Brems- und Gaspedal den Motor auf Drehzahl zu halten. Das gelingt mir auch bis zum Luise-Kisselbach-Platz. Dort an dem Platz ist eine große Baustelle. Hier wird der dritte Tunnel nach dem Petuel- und Richard-Strauß-Tunnel gebaut. Täglich, nun schon seit Jahren quält sich der dichte Verkehr durch die Legionen von rot-weiß-roten Baken. Ich mittendrin, schwitzend, betend, fluchend, mit den Pedalen jonglierend. Jetzt habe ich es geschafft! Die letzte Ampel ist überfahren. Nur noch eine Rechts-Links-Kombination und ich habe die Autobahn Richtung Garmisch vor mir.
 Jetzt passiert es. Es hilft alles nichts. Der Motor stirbt ab. Ich versuche nun von der linken Spur auf die rechte zu kommen. Ich kann nicht einfach nach rechts lenken, von dort überholen mich schon die ersten Fahrzeuge. Jetzt ist hinter mir rechts frei, aber mein Taxi hat keinen Schub mehr. Auf der Mittellinie rolle ich aus und bleibe stehen. Ich blockiere in dem engen Straßenabschnitt beide Spuren. Im Rückspiegel kann ich in den Gesichtern der nachfolgenden Autofahrer deutlich;

“Schleich di, Taxler „

lesen. Das Hupkonzert hat auch schon begonnen. Unter Stress gelingt es mir den Motor zu starten und auf den Hof der Werkstatt zu kommen.
Der Mechaniker öffnet die Motorhaube und leuchtet mit der Taschenlampe in den Motorraum. Ich hänge an seinen Lippen. Mit dem Lichtkegel zeigt er auf die Kraftstoffpumpe;

“Da ist es! Die Kraftstoffpumpe ist undicht. Zu 80% ist es die Kraftstoffpumpe.“

„ Aha, deswegen stinkt es auch nach Diesel im Fahrgastraum. Wieviel kostet den so eine Kraftstoffpumpe?“

“360,- € plus Märchensteuer“

Er ruft gleich an. Im Lager der nahen VW-Werkstatt ist das Ersatzteil auch da. Er kann es holen, einbauen und am Nachmittag ist das Taxi fertig. Natürlich freue ich mich nicht über so  eine Diagnose, aber damit kann man leben. 360,- € Teile, 100,-€ Arbeit und am Abend des gleichen Tages habe ich das Taxi zur Arbeit. Abends dann, ich erledige die Aufträge mit -> Vesnas Chrysler-, fahren meine Frau und große Tochter zur Werkstatt um das Taxi abzuholen. Der Mechaniker hat angerufen, die Kraftstoffpumpe ist ausgetauscht und das Taxi wieder einsatzbereit. Vesna kommt mit dem Taxi bis zur Kreuzung, dort stirbt der Motor an der roten Ampel wieder ab. Also umgedreht und zurück zur Werkstatt. An diesem Montag wird nichts aus meinem Taxi. Am Dienstag tauscht der Mechaniker den Spannungswandler unter der Batterie und den Kraftstofffilter aus. Er macht eine Probefahrt von 20 Kilometer, lässt das Taxi im Hof laufen. Nach einer halben Stunde stirbt der laufende Motor wieder ab. Der Kraftstofffilter ist nur halb voll mit Diesel. Inzwischen ist der Dienstag auch vorbei. Langsam wird es eng, wir können uns meine Untätigkeit nicht mehr leisten.

Es rattert, schnattert und klackert - so klingt kein "gesunder" Diesel:

Vesna hat noch eine Mietwagengenehmigung in der Schublade. Wir haben Aufträge für ein Theaterfestival der Stadt München, bei der wir unbedingt einen Bus brauchen. Mit der S-Bahn fahre ich zu einem mir gut bekannten Autovermieter. Er leiht mir einen Bus aus. Das KVR, unser Kreisverwaltungsreferat, trägt das Fahrzeug auf unsere Reservegenehmigung ein.
Am Mittwoch vermittle ich zwischen den Werkstätten, Nummer 1 sagt dies, Nummer 2 sagt jenes. Nummer 2;

„Das können nur die Dichtungen der Pumpe-Düse-Einheiten sein. Zu 80% sind das die Dichtungen.“

Ich rechne mir in meiner Verzweiflung aus: Die 80% von der Kraftstoffpumpe hinterlassen ein Risiko von 20%. Nun die Pumpe ist gewechselt. Es bleiben dann noch 80% Sicherheit von den 20% das ergibt dann eine Sicherheit von  96%, dass nach dem Austausch der Dichtungen der Fehler behoben ist. Ich stimme zu. Der Dichtungstausch dauerte bis Donnerstag Nachmittag. Nach ausgiebigem Probelauf ruft mich der Mechaniker an; der Fehler ist erkannt und behoben. Es waren tatsächlich die Dichtungen. Druckluft, durch die undichten Dichtungen strömend, hat den Diesel  aus der Leitung und dem Filter geblasen. Deswegen ist der Motor abgestorben. Als ich das Taxi abhole präsentiert er mir die Rechnung von 1040,-€ brutto.

Egal, was sein muß, muß sein. Ich bin froh wieder arbeiten zu können. Ich habe auch schon einen Auftrag. Eine Abholung vom Flughafen, die schaffe ich locker. Die Gäste steigen ein. Nach nur kurzer Fahrt auf der Autobahn sehe ich wie die Hände in die Höhe gehen. Die Gäste versuchen an dem Drehleger in der Decke des Fahrgastraums die Temperatureinstellung zu verändern. Es passiert gar nichts. Egal auf welcher Stufe der Temperaturregler steht, aus den Lüftungsdüsen kommt nur kalte Luft. Der Regler für die Stärke des Luftstroms funktioniert. So kann man wenigstens die Menge der kalten Luft begrenzen. So kann ich bei den herrschenden Temperaturen keine Gäste befördern. Äußerst unzufrieden lege ich mich am Donnerstag Abend ins Bett. Komme ich doch soeben aus der Werkstatt, kann ich schon wieder in die nächste. Wann kann ich endlich anfangen Geld einzunehmen. Die meisten unserer Stammkunden fahren auf Rechnung. Ein großer Kunde hat bei uns noch fast 10.000,- € offen. Davon sind 4.000,- € scharf. „Scharf“ nenne ich Rechnungen bei denen das Zahlungsziel überschritten ist. Auf der anderen Seite will ich die Kollegen, denen ich den einen oder anderen Auftrag weitergebe, bezahlen.
Nach einer unruhigen Nacht stehe ich am Freitag um 4 Uhr auf, Flughafenfahrt um 5 Uhr. Obwohl es eine gute Zeit zum Stehenbleiben ist, muß ich nach Hause. Um 7 Uhr wecke ich meine Tochter auf, mache Frühstück und Pausenbrot, bringe sie in die Schule.
Jetzt fahre ich zu meiner VW-Werkstatt in Unterschleißheim, bei deren Autohaus ich mein Taxi gekauft habe. Gleich morgens bin ich einer der Ersten. Ich schildere mein Problem.

“Da müssen wir einen Termin machen“

Ich stehe mit dem Rücken zur Wand. Ich muß und will arbeiten. Ich habe hier in der Firma viel Geld gelassen. Ich wundere mich selbst über mich, als ich entschlossen sage;

“Nein, wir machen keinen Termin! Sie schauen jetzt bitte was fehlt. Wahrscheinlich ist es nur eine Kleinigkeit. Wenn wir heute nicht fertig werden, fällt das Taxi wieder fünf Tage aus, und das wird nicht passieren.“

Ich und die Werkstatt hatten Glück, meine Anweisungen werden befolgt.  Ein Mechaniker holt das Taxi in die Halle. Nach nur 10 Minuten ist der Fehler gefunden. Ein Stellmotor ist kaputt. Der Mechaniker hat auch gleich eine Lösung parat. Er befestigt die Klappe auf der Stellung heiß mit einem Kabelbinder. Es wird wohl keiner meiner Fahrgäste während es Novembers kalte Luft brauchen. Ich kann die nächste Fahrt machen. Inzwischen wird der Stellmotor bestellt. Wenn der Motor da ist, so wird mir versichert, kann ich kommen und während des Einbaus auf das Taxi warten.
Tatsächlich ist das so auch passiert. Um 13 Uhr bekomme ich den Anruf aus der Werkstatt. Eine halbe Stunde später bin ich da und nach weiteren 25 Minuten fahre ich mit einer regulierbaren Heizung vom Hof. 

Temperraturregler im Dach der Fahrgastkabine


Die Rechnung, 186,- € brutto, habe ich mit meinem letzten Bargeld bezahlt. Aber jetzt kann es nur noch aufwärts gehen.
Wenigstens die Tendenz über die Werkstattaufenthalte ist positiv. Elf Tage Ausfall - 3.000,- €, vier Tage Ausfall- 1040,- € und schließlich eine Stunde Ausfall und 186,- €.    


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7 Kommentare:

  1. Ich verstehe nicht, warum Du Dir nicht endlich ein neues Taxi holst. Wie viele Monatsraten einer Finanzierung hättest Du mit den Reparaturen alleine des letzten halben Jahres zahlen können? Und was Chancen und Prozente anbetrifft: Mit jedem einzelnen weiteren Kilometer steigen Deine "Chancen" auf den nächsten, nicht von Garantie abgedeckten Defekt.

    Mir sagte vor ein paar Monaten jemand aus der Autobranche, moderne Fahrzeuge seien auf eine LEBENSDAUER von 100.000 Kilometern ausgelegt.

    Ich habe keinen Zweifel daran, daß man Bauteile aus Erfahrungswerten der Reparaturanfragen, kombiniert mit den bekannten Kfz-Kilometerständen in der Qualität mittlerweile über Computerprogramme so heruntertrimmen kann, daß die "pünktlich" kaputt gehen, und der Hersteller somit kein "überflüssiges" Geld für "nicht benötigte" Qualität "verplempert" hat.

    Für mich eine Wohltat und Bestätigung (wenngleich für Dich eine Katastrophe) war übrigens Deine Info zum Nockenwellenschaden. Ich hatte mir ja auf mein eigenes Risiko (und zum allergrößten Missfallen von Volkswagen Nutzfahrzeuge) den Trabold-Filter eingebaut, und damit zuletzt ca. 120.000 feinstfiltrierte Kilometer komplett ohne Ölwechsel zurückgelegt - dabei aber, wohl GERADE DESWEGEN, keine Probleme mit der Nockenwelle bekommen.

    Dafür, daß das mit den 100.000 Kilometern Haltbarkeit stimmt gibt es weitere Indizien: Garantieverlängerungen werden für Gewerbekunden wie Taxiunternehmer KATEGORISCH AUSGESCHLOSSEN. Bei Privatkunden wird die Garantieverlängerung zwar angeboten, doch - oh Wunder - ab ~100.000 Kilometern auf die Arbeitszeiterstattung begrenzt.

    Autovermieter wie Sixt verkloppen übrigens ihre Karren bereits nach drei Monaten Einsatz wieder - oder spätestens nach 30.000 Kilometern Laufleistung - Nachtigall ick hör Dir trapsen.

    Vielleicht sollte mal jemand die Automobilhersteller darauf verklagen, daß an allen Neufahrzeugen außen deutlich sichtbare Warnhinweise "Achtung! Für den gewerblichen Bedarf ungeeignet! Verfallszeitpunkt des Fahrzeuges 100.000 Kilometer" angebracht werden.

    Rein von der Faktenlage hätte so ein Ansinnen gar nicht mal die schlechtesten Chancen auf Erfolg.

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  2. Mir war schon klar, daß Motoren auf eine gewisse Haltbarkeit getrimmt werden. Die Entwicklungsabteilungen bekommen Vorgaben wie lange das Fahrzeug halten soll. Ziel ist möglichst billig das Ziel zu erreichen und nicht Langlebigkeit.
    Das die nur 100.000 Kilometer halten sollen kostet uns eine Menge Geld. Wir haben uns bei Mercedes mal einen Viano zusammenstellen lassen. Das Fahrzeug würde 65.500,- brutto kosten. Netto wären das 53.000,- € minus 15% Taxi-/Mietwagenrabatt, wir sind bei 45.000,- netto. Wenn wir das Auto nur zwei Jahre (140.000 Kilometer) fahren würden, würden wir 27.000 € Wertverlust tragen müssen. Das wären monatlich 1125,-€ netto nur für den Viano. Ohne Inspektionen, Bereifung, Versicherung, …
    Das schreibe ich, weil wir mal davon gesprochen haben, wie es wäre wenn wir immer Taxis mit Garantie fahren würden und dein Viano wohl auch kaum billiger sein wird. Es geht, aber es wäre ein teuerer Spaß.

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  3. Richtig, da hatten wir mal drüber gesprochen, und auch gut, das zwei-Jahres-Szenario mal ausgerechnet gesehen zu haben. Aber die zwei-Jahres-Variante mit Deiner gegenwärtigen Situation zu vergleichen, wäre wohl ähnlich wie das mit den Äpfeln und Birnen.

    Erstens sollen Vianos/Vitos gegenwärtig in Punkto Haltbarkeit den Bullys überlegen sein. Ich kann das (noch) nicht bestätigen, habe es mir aber von zwei Quellen sagen lassen. Eine davon ein Kollege, der selber Vito fährt. Die andere einer beim Stimmer. Für mich Anlass genug, umzusteigen.

    Wie lange fährst du Deinen T5 schon? Doch über fünf Jahre, oder? Also mach doch eine Vergleichsrechnung auf, die von sagen wir VIER Jahren ausgeht. Da ist das Verhältnis sicher schon annehmbarer. Wenn mich nicht alles täuscht, bekommt man auf den Vito 20%, nicht nur 15% Verwerter-Rabatt. Ein Viano, der brutto 65,5 kostet, ist außerdem doch sicher um einiges ausgefeilter ausgestattet als der jetzige T5, oder irre ich mich da?

    Eine faire Vergleichsrechnung wäre ein vergleichbares Modell, kein Viano sondern ein Vito, in sagen wir mal vier bis maximal fünf Jahren Laufzeit.

    Vielleicht liege ich ja daneben, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Weiternutzung sich bei ~5000.- Euro Werkstattkosten pro Jahr noch lohnt - die Ausfallszeiten und den krassen Stress durch die tickende Zeitbombe unter´m Hintern mit einberechnet.

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  4. Verstehe das ganze nicht.
    Mein Viano hat jetzt 470 000km auf dem Buckel und war noch kein einzigesmal in den nunmehr fast 7 Jahren wegen einem Schaden am Motor,Getriebe in der Werkstatt, hat immer noch die erste Batterie,so gut wie keinen Rost und keine Mängel an der Klima.
    Vieleicht liegt es daran das Inspektionen regelmäßig durchgeführt werden, muß ja nicht bei Mercedes sein.
    Desweiterem sind Ersatzteile, Bremsbeläge und Arbeitslohn bei Mercedes billiger als beim Volkskonzern.

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  5. Ich wollte ja nicht den Viano mit dem Bully vergleichen. Die Viano Zahlen habe ich genommen weil Vesna mit einem Viano liebäugelt. Bei dem VW Bus damals sind wir damals bestimmt auf andere Zahlen gekommen.
    Ich fahre meinen VW Bus jetzt drei Jahre und ein halbes Jahr. Ich habe das Taxi auf vier Jahre finanzieren lassen. Im Mai 2012 überweise ich die letzte Rate.
    Wenn die 100.000 Kilometer Haltbarkeit, von der Christian berichtet, beim Vito/Viano nicht stimmt, kann mir das nur recht sein. Bei den Preisen habe ich ähnliche Erfahrungen wie Volkmar - Mercedes ist günstiger. Für die Inspektionen bei meinem VW Bus habe ich bei dem Autohaus in Unterschleißheim zwischen 6 und 700,- € bezahlt. Ich habe aber auch alle machen lassen. Während der Garantiezeit in Unterschleißheim und dann beim Stimmer. Der Stimmer empfiehlt auch den Mercedes Van.

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  6. @ Volkmar:

    Volkswagen entspricht mir mittlerweile dem Image, das zuletzt Bundeskanzler Schröder hinterließ:

    Zwar seinen Support beim arbeitenden Teil der Bevölkerung holen, sich geschäftlich aber eher mit deren Ausbeutern gutzustellen, und deren Sache zu machen.

    Stichwort zum Beispiel die "private Vorsorge" statt staatlicher Rente, wovon sehr viele sicherlich total überfordert sind, und was zu einer Abzocke durch zwielichtige Finanzunternehmer sondergleichen führte. Oder auch die Sache mit Gazprom. Für mich eine Handlungsweise, von der schwer fällt sie sich anders als eiskalte Korruption vorzustellen.

    Und genau so kommt auch Volkswagen mittlerweile rüber:

    Biedert sich dem "gemeinen Volk" an, macht einen auf knuffiges Arbeitsklassen- und Ottonormalverbraucher-Image, langt dabei aber DERMASSEN hin, als würde man seine Geschäfte unter Superreichen abwickeln. Etwa die Sätze, die man für Reparaturen einstreicht sind astronomisch. Witziger Weise ist aber die BEHANDLUNG des Kunden dann wieder so, als sei man "irgendein Dahergelaufener".

    Mir reparierte man in einer MAHAG-Werkstätte im Münchner Norden die Klimaanlage. Es dauerte MEHRERE TAGE, bis der kleine Defekt behoben war: Einer der Temperatursensoren im Fond war defekt. Man liess mich SAGE UND SCHREIBE TAUSEND EURO dafür zahlen!!!

    Dann hat VW offenbar bei abertausenden Bussen die rechte Antriebswelle falsch montiert: Der Produktionsablauf sah zwar das automatische zusammenstecken der Bauteile durch einen Roboter vor, nicht aber das vorige Abschmieren der Bauteile mit Fett, wie es dringend für den Erhalt der Bauteile erforderlich ist.

    Als Resultat hatte SEHR viele Bully-Besitzer dann Probleme mit übermässigem Verschleiß und vorzeitigem Antriebskraftverlust. VW hat hierzu KEINE Rückrufaktion gestartet, obwohl VW in interner Kommunikation den Fehler eingestand, und ließ die Kunden ungerührt die Behebung des Schadens aus eigener Tasche vornehmen.

    Das ist eine Arroganz dem Kunden gegenüber, die nicht mehr tolerierbar ist. Wie gesagt: Mein nächster Bus kommt NICHT mehr von VW.

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  7. Ja Christian, aus Erfahrung wird so mancher Klug.
    Warten wir jetzt noch das Wahlrecht ab 16 ab,dann freuen sich die Rechten und ich mache Feierabend und gehe nach Canada.

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