Montag, 8. August 2011
Der DAX ist gefallen
Der Dachs ist gefallen. Nicht in Frankfurt und auch nicht in Stuttgart. Sondern an der Straße zwischen Ismaning und Unterföhring.
Obwohl der Dachs in Bayern seit 8 Tagen Jagdzeit hat, ist dieses Tier nicht durch Jägerhand gefallen, sondern wie die meisten Wildtiere durch den Straßenverkehr. Für die zeichengläubigen Anleger mag das ein böses Omen für die noch junge Woche sein.
Gerade war ich an unserer AGIP – Tankstelle am Flughafen München. Im Fernsehen wurde das Ergebnis einer Telefonumfrage gezeigt.
“Glauben Sie an die Zukunft des EURO?“
69 % der Anrufer votierten mit Nein. Bei den fallenden Kursen und der zu erwartenden Flucht aus den EURO wird es so manchen Börsianer oder Kleinanlegern mit dem Laptop unterm Arm in den Fingern jucken jetzt auf die Schnelle ein Schnäppchen zu machen. Ich prognostiziere angesichts dieser Woche ein lukratives Auf und Ab bei unseren DAX – Standardwerten.
P.S.: Bei uns am Flughafen stand das gepfändete Flugzeug der thailändischen königlichen Familie. Ich habe schon die Botschaftsmitarbeiter mit Anzügen und glänzenden Stiefeln beobachtet wie sie Umzugskartons aus der Maschine in das Kempinski – Hotel getragen haben.
Angesichts der Verschuldung der U.S.A. und deren Kreditwürdigkeit ist Obama zu empfehlen bei Flügen nach China nicht die Air Force one zu nehmen – sie könnte ihm gepfändet werden.
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Sehr richtig.
AntwortenLöschenHeute hieß es im Radio, Obama wolle in Angesicht der Abwertung der Kreditwürdigkeit und der daraus auch für viele Andere resultierenden Schäden "eine Rede halten". Doch was soll OBAMA eine Rede halten? Viel sinnvoller wäre es, die grenzdebilen Tea Party-Kandidaten täten es, die all das mit ihrer Kleinkind-haften Totalverweigerungshaltung (unseren "Wutbürgern" im Prinzip nicht unähnlich) heraufbeschworen hatten.
Oder aber überhaupt die altehrwürdige Partei der Republikaner, die es dieser Handvoll Radikaler bis dato wie in Biedermeier und die Brandstifter erlaubt, zunächst deren Mutterpartei, dann ihr Land, und später vielleicht die gesamte Weltwirtschaft in Kleinholz zu verwandeln.
Die Tea Party will die Steuern gegen Null fahren. Viele amerikanische Besucher genießen unsere tollen Autobahnen. Das wird mal ein Aha-Erlebnis, wenn die Pfeifen von der Tea Party (wohlgemerkt eine kleine, aber sehr fanatische Minderheit der USA) erstmal bemerken, daß etwa Autobahnen VON STEUERN bezahlt werden!
Daß ohne funktionierende Justiz (ebenfalls steuerfinanziert) und eine rechtsstaatliche, seriöse Polizei (dito) Selbstjustiz und Chaos ausbrechen!
Aber bei uns sollen ja auch ein paar Kindergartenkinder meinen, Strom komme aus der Steckdose, und Kühe seien Lila. Übrigens, makabres Detail: Die Tea Party kämpft auch verbissen für die Steuerermäßigungen der immer reicher werdenden Finanzelite der USA - während das Land in Armut versinkt!
Oh je, Amerika! Einst weltweiter Vorreiter in so Vielem, u.A. Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Bürger-, Frauenrechten und so weiter, aber auch in der Industrialisierung, in Sicherheits- und Umweltstandards. Heute hingegen peinlicher, gerne auch mal hochmütiger Sanierungskandidat, am Nasenring durch die Manege geführt von einer Gang ungebildeter, bigotter Fanatiker aus der Pampas.
Gruß, Christian