Samstag, 23. Juli 2011

A, B, C oder D

Die Verkehrsführung an unserem Flughafen hat es in sich. Da gibt es zu einem die zwei Terminals. Jedes Terminal ist noch mal in Module unterteilt. Modul A bis E ist im Terminal 1. Jedes Modul hat im Terminal 1 einen eigenen Taxistand und Speicher. Jedes Modul wiederum hat zwei Bereiche. Die Ankunft; davor steht das erste Taxi in der Reihe für die ankommenden Fluggäste bereit. Der Abflug; hier lassen die Taxifahrer ihre Gäste aussteigen die sich auf eine Flugreise begeben.
Modul F ist zwischen dem Terminal 1 und 2. Hier werden die Maschinen der ElAl, der israelischen Fluggesellschaft abgewickelt.
Modul G und H sind im Terminal 2. Die zukünftige dritte Startbahn, so sie denn kommt, wird über das Terminal 2 abgefertigt.
Hilfreiche Fahrgäste nennen mir wenn Sie zum Flughafen wollen gleich das Terminal. Das Terminal 1 ist mit 980 Metern Länge Bayerns längstes Gebäude. Ich frage dann gleich noch mal nach welches Modul. Ich will ja die aufgeregten Urlauber nicht noch vor ihrem Abflug nach der Suche zu ihrem Flug an unzählige Schalter und Anzeigetafeln vorbei hetzen lassen.
Das Abflugmodul steht in der Regel nicht auf dem Ticket oder den Reiseunterlagen. Am sinnvollsten ist die Frage nach der Fluggesellschaft.


Über große Monitore, die wie Autobahnschilderbrücken über die Straße gebaut würden, wurden die Autofahrer informiert welche ->Fluggesellschaft bei dem jeweiligen Modul abgefertigt wird. Vor Monaten wurde die Anzeige in den Displays immer schwächer. Jetzt sind sie seit Wochen ganz ausgefallen. Es bleiben nur noch die kleinen bunten Täfelchen der einzelnen Fluggesellschaft bei den Einfahrten zu de Modulen. Im Vorbeifahren versuchen die Autofahrer die Aufschrift auf den Täfelchen zu entziffern. Natürlich schleichen dann die Fahrzeuge über die Straße oder bremsen unvermittelt ab, wenn sie ihre gesuchte Fluglinie glauben entdeckt zu haben.
Und die Taxifahrer? Die Taxifahrer kennen die Abflugmodule der gebräuchlichsten Fluggesellschaften auswendig. Wenn die wissen, ihr Kunde fliegt mit Iberia, wird das Modul D angesteuert. Jetzt gilt es heil durch die Privaten und Fremden zu kommen, die vor dem Terminal 1 ihre gewagten Fahrmanöver vollziehen. Als ich noch öfter vor dem Terminal 1 stand, ganz einfach, weil es das Terminal 2 noch gar nicht gab, beobachtete alleine ich jede Woche mindestens einen Unfall an der besagten Straße.
Mich findet man schon seit Jahren nicht mehr vor dem Terminal 1, die Unfälle gibt’s aber immer noch.


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1 Kommentare:

  1. Das mit den Info-Tafeln am Flughafen ist interessant. So ziemlich genau zur selben Zeit wie auch die Info-Tafeln an den Modulen des Terminals 1, wie auch bei der Uhr-Anzeige von BMW am Zubringer geht alles binnen weniger Monate kaputt...man sieht die Lebensspanne der Elektronik. 1990 gebaut, 2010 kaputt. Ob das auch der Grund dafür ist, daß die Gepäckabfertigung am Flughafen immer länger dauert? Während ich früher meinte, stets nur zwischen 25 bis 35 Minuten auf den Fahrgast zu warten, werden es in letzter Zeit immer wieder bis zu 1 Stunde, und mehr - wegen der langsamen Gepäckabfertigung.

    Die Straßen am Flughafen sind "clever" angelegt - für die, die sie einmal "begriffen" haben. Alle Gelegenheitsbesucher, etwa Eltern aus Nürnberg, die den Filius einmal im Leben nach München zum Flughafen bringen verzweifeln regelmäßig, verirren sich und/oder enden als Geisterfahrer. Ich habe am Flughafen bereits VIER Geisterfahrererlebnisse gehabt - und das zum Teil auf Straßen, wo Tempo 80 gilt und dort in der Kurve. Meiner Ansicht nach liegt das an einer mangelhaften Beschilderung. Das Gesamtkonzept sollte an mehreren Straßen auf großen Tafeln sichtbar gemacht werden. An einigen Stellen sollten Fahrtrichtungs-Pfeile auf dem Asphalt angebracht werden.

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