Sonntag, 19. Juni 2011

AusgEHECkt

Ehec – war das letzte Schwein, das durch den Ort getrieben wurde. Zuletzt war es die Schweinegrippe. Davor Dioxin, wiederum davor die Vogelgrippe, … angefangen hat es mit dem MCD, dem Rinderwahnsinn oder Creutzfeldt-Jakob wie es auch genannt wurde.
Seitdem werden wir mit steter Regelmäßigkeit von Viren, Seuchen, Epidemien, Pandemien gar, heimgesucht. Die Medien sind voll der Meldungen über die jeweils aktuelle Seuche. Zu dem Thema Ehec gab es zu jeder Stunde eine Meldung im Rundfunk. Das Robert-Koch-Institut bezichtigte zuerst Gurken aus Spanien als Überträger der Viren. Die Spanier liefern ihre Gurken nach ganz Europa. Warum trat der Erreger zuerst nur im Großraum Hamburg auf? Wären es die spanischen Gurken gewesen, hätte es auch Krankheitsfälle in Paris, Stockholm, Berlin, Manchester … geben müssen.

Das Robert-Koch-Institut kontert; eine Palette mit den spanischen Gurken wäre im Hamburg Großmarkt umgekippt und hätte neu sortiert werden müssen. Was das mit der Verbreitung des Virus zu tun hätte, kapiere ich nicht ganz.
Aber da kommt ja schon die Entwarnung. Es sind nicht die Gurken. Es sind die Tomaten.
Ein Fahrgast eröffnet das Thema. Ihm ist das Spiel zu bunt. Er mutmaßt: Welcher spanischer Gemüsehersteller, Großbauer oder gar ganze Region hat was angestellt um so abgestrafft zu werden? Ich freue mich; es werden immer mehr, die hinter die Meldungen blicken wollen.

Am Abend im Schützenverein, ein neuer Versuch die Hintergründe zu ergründen. Die Kombination Deutschland – Spanien bietet Zündstoff. Die Bankster brauchen Geld für ihr misslungenes Spanieninvestment. Nach dem Griechenlanddesaster machen sie sich unglaubwürdig, wenn sie schon wieder um Geld betteln. Ehec – Fälle sind seit 90 Jahren in Europa immer wieder nachgewiesen und bestätigt worden. Mit der aufgeblasenen Spanien – Deutschland Geschichte, könnte ein großer Geldtransfer in Richtung der Spanier als Entschädigung für den entgangenen Gewinn politisch gerechtfertig werden.
Inzwischen sind es wieder die Gurken, doch nicht die Tomaten.
Ich habe mir auch eine Theorie zurechtgelegt. Ein üblicher Verdächtiger in der BRD wenn es um den Erhalt von Steuergeldern in Millionenhöhe geht – die Pharmaindustrie. Ich erwarte täglich die Meldung, dass ein Serum entwickelt wurde. Die Bundesregierung kauft schon mal 20.000 oder mehr Einheiten ein. Da liege ich aber diesmal falsch, ich höre nichts davon.

Jetzt sind es weder Gurken noch Tomaten. Der Infektionsherd ist ein Restaurant mit dem Namen „Kartoffelkeller“.
Was mich positiv überrascht; immer mehr Leute denken nach. Die Nachrichten werden nicht mehr einfach so geschluckt.
Kartoffelkeller ist unschuldig. Es sind Sprossen.
Ein Gemüsegärtner in Niedersachsen ist das Zentrum. Der Betrieb ist im Focus der Presse. Die ganze Nation jagt den Erreger. BILD berichtet täglich von der Front.
Es sind nicht die Sprossen. Es ist das Saatgut!


Ehec – Erreger sind auf Sprossen aufgetaucht, die eine Familie selbst auf der Fensterbank gezogen hat. Der Erreger wir immer schwerer zu greifen.
Wir Taxifahrer, zumindest die, die ihr Gemüse im Taxistüberl in der Taxi München eG beziehen, sind sicher. Solange der Erreger nicht in Holland oder der Reichenau aufkreuzt.






Schließlich ist auch Ehec überstanden. Die Überlebenden liegen sich mit tränenfeuchten Augen in den Armen. Die 30 Todesopfer sind nicht umsonst gestorben. Das Robert-Koch-Institut hat seine Lektionen gelernt. Von nun an werden in Zukunft eilige Nachrichten nicht mehr mit der Post verschickt (Gäbe es ein Internet Emonicon für mehrfach-mit-der-flachen-Hand-auf-die-Stirn-schlagen, käme es hierher). In Zukunft wird man dort in solchen Fällen eine E-Mail nutzen.
Wenn ich bedenke wie viele Millionen uns dieses Institut kostet, wie viele Jahresgehälter an Unfähige verschwendet werden, kann ich mich nicht ganz davon befreien, dass wir nicht doch irgendwie vergurkt wurden.



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3 Kommentare:

  1. Du blickst es doch nicht. Das RKI sitzt am Ende der ineffizient langen Meldekette von Krankenhausern zu Gesundheitsamtern zu den Landesministerien, dann (per Brief) zum Bundesgsundheitsministerium, und dann zum RKI. Die Gurkenfalschmeldung wurde von einer Hamburger Staatssekretaerin falsch wiedergegen. Also ein Beispiel fuer entscheidendes Kompetenzwirrwarr. Das RKI hat richtig geabreitet und die Bakterien schnell identifiziert (was uebrigens keineswegs trivial ist). Also mach Dich mal lieber shclau bevor Du das RKI als unfaehhig bezeichnest. Die Strukturen im foederlaen Gesundheitswesen sind hier das Problem.

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  2. @ Anonym
    Das RKI ist eine Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums. Das Bundesgesundheitsministerium selbst kann deine „ineffizient lange Meldekette“ nicht erkennen. „Die Behörden haben schnell gehandelt und arbeiten eng verzahnt.“ –Originalton Bundesgesundheitsministerium.
    Das RKI selbst warnt Ende Mai vor Gurken aus Norddeutschland. Durch die Gülledüngung kämen die Erreger in Kontakt mit Pflanzen und heimischen Gemüse. Zu dieser Zeit wurde in Deutschland noch keine einzige Freilandgurke oder –tomate, die mit Gülle in Berührung kommen könnte, geerntet. Das RKI selbst hat nach drei Tagen diese Warnung zurückgenommen.
    Am 4.6. gibt es 214 Fälle die infiziert sind, das RKI befragt 46! Die Ärzte sind sich einig, um wirksam den Erreger zu lokalisieren, ist es wichtig jeden Hinweis nachzugehen.
    Der ärztliche Direktor der Berliner Charité, Professor Ulrich Frei, bestätigt; das RKI hat Fragebögen an sein Krankenhaus geschickt.
    Gib einfach mal Kritik und RKI in Google ein, da wirst du noch weitere kompetente Kritiker finden. In der Frage der frühen Festlegung auf Gemüse kommt die Kritik aus den eigenen Reihen des RKI.
    Eine zentrale Einrichtung zur Krankheitsüberwachung und –präventation muss seine Fähigkeit im Ernstfall beweisen. Gibt es ineffiziente Meldewege und Kompetenzwirrwarr sind diese vorher auszuschalten, gerade wenn es um Menschenleben geht. Was hilft es wenn unter großem Aufwand die Bakterien identifiziert werden und das Ergebnis auf dem Postweg oder Meldeketten steckenbleibt.
    Du hast recht, ich hätte mich schlauer machen sollen, bei den Verbindungen der Pharmaindustrie zum RKI. Dann hätte ich nicht geschrieben, dass nur wir das RKI bezahlen

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  3. Suchst Du nach "Facepalm", findest Du ganz viel!

    http://img238.imageshack.us/img238/2885/facepalmua8.gif

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