Vor genau einem Jahr fuhr ich eine Gruppe von Goldschmieden und Goldhändlern von der Inhorgenta, der Münchener Schmuck und Edelsteinmesse, in die Stadt. Als wir bei Giesecke & Devirent vorbeikommen, konnte ich von meinem Beifahrer etwas über die ->Herkunft unserer Euro – Scheine lernen.
Inzwischen hab ich die Zeit genutzt und Näheres herausgefunden. Auf jeweils einer Druckplatte sind die Vorlagen für neun zukünftige Geldscheine. Auf dem bedruckten Bogen sind dann drei Geldscheine in drei waagrechten Reihen. Die Nummern auf den Geldscheinen sind fortlaufend. So kommt es, dass immer unter einem Schein der nächste Schein liegt, dessen Geldscheinnummer neun Nummern unter dem darüberliegenden ist. Die Bögen werden gestoßen und geschnitten. In den fertigen Geldbündeln liegen immer die Scheine mit neun Nummern Abstand übereinander.
In meinem Foto, ich verwende Scheine aus Spanien (erkennbar an dem V für Espana in der Länderkennung) kann man die Neuner-Staffelung gut erkennen.
Der kleine Code auf der Vorderseite sagt aus in welcher Druckerei die Scheine gedruckt wurden. In meinem Fall ist es ein M, das besagt, die Scheine kommen aus der Fabrica Nacional de Moneda y Timbre in Madrid. Die folgende Kombination aus Zahlen und Ziffern (auf meinem Foto ist es 032F2) geben unter Anderem die Lage auf dem Druckbogen an. Die Scheine in den fertigen Bündeln lagen logischerweise immer an der gleichen Stelle auf dem Druckbogen, deshalb ist bei allen Scheinen des Bündels dieser Code gleich.
Eine Ziffer würde genügen um die Position in einem Gitternetz, bestehend aus drei Spalten und drei Reihen, anzugeben. Da muss mehr dahinter stecken. Ich vermute das Los der Bögen, die bedruckt worden sind.
Ich habe noch ein Jahr Zeit um das herauszufinden.
Der Code vorne drauf gibt tatsächlich etwas mehr an: Es ist der sogenannte Plattencode und sagt aus, bei welcher Druckerei und mit welcher Druckplatte der Schein gefertigt wurde (M steht für die Fábrica Nacional de Moneda y Timbre in Madrid) gefolgt von der Position des Scheins auf dem Druckbogen. Die geht von A1 (oben links) bis J6 (unten rechts)
AntwortenLöschenAlle deine 50er stammen also aus Madrid, vom Druckbogen 032, Zeile F, dritter Schein von links. Wieviele 50er auf einem Druckbogen sind weiß ich nicht - aber beim 5er sinds 10x6, beim 10er 9x6 und beim 20er 9x5 Scheine
Gruß aus Berlin
Die Seriennummern der übereinander liegenden Scheine sind aufsteigend. Da die Nummern eine Prüfziffer (die letze) haben, sieht es auf den ersten Blick so aus, als würden sie sich um 9 unterscheiden; in Wahrheit unterscheiden sie sich aber um 1, wenn man die letzte Ziffer außer Acht läßt.
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