Montag, 17. Januar 2011

Bloody Monday sweet and salty

Montag morgen gibt es viel zu tun. Und früh aufstehen muss der Flughafentaxler. Sehr früh. Wenn die ersten Bestellungen um 4.30 Uhr sind, heißt es um 3.30 raus aus den Federn. Umso gnadenloser ist es, wenn wie diesen Sonntag die letzte Abholung am Hafen um 22.30 war. Bis die Kunden rauskommen, bis dann endlich das Gepäck kommt, bis man die abgeliefert hat, bis man selbst zuhause ist, … . Aber ich bin froh um meine Kunden und meinen frühen salzig-süßen Trost am Montag in der Früh am Flughafen.
Es ist fast schon ein Ritual, auf das ich mich schlaftrunken freue. Auf der Ebene 03 im Terminal 2 gibt es eine Backstube. Die Bäckerei öffnet schon um fünf Uhr. Um diese Zeit sind die meisten Kunden die Flughafentaxler. Der Kaffee ist Standard. Den hat Jeder in der Hand. Dazu gibt es Croissants oder Nußschnecken. Auch das „Airport-Frühstück“ (Zwei Semmeln, Butter, Marmelade, Kaffe) ist bei den Kollegen beliebt.
Ich aber brauche meine Honigbreze! Ja ich leide unter Geschmacksverirrung. Aber das ist absolutes Muss am Montag in der früh. Am besten gelingt der kulinarische Trost wenn die Brezn schön resch (knusprig) und voller grobkörnigem Salz ist. Die Butter ist schon auf dem Laugengebäck, die bei uns übliche Butterbrezn gibt es an jeder Ecke. Den goldgelben Honig lasse ich aus dem kleinen Töpfchen auf die Butter fließen. Schließe dann vorsichtig mein Kunstwerk mit dem oberen Teil der Brezn. Nach einem Schluck Kaffee, dann der erste Biss. Der Honig läuft über die Finger auf das Hemd und dann auf den Tisch. Aber nichts kann mich jetzt mehr zurückhalten. Stück für Stück kaue ich genüsslich mein Frühstück. Die unverständlichen Blicke der Reisenden aus aller Länder ignoriere ich. Die haben ja nicht mal Brezn, die Armen!
So, und nur so, überlebe ich meine Montag Morgen. Das musste jetzt die Welt wissen. Basta!

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5 Kommentare:

  1. Hallo Reinhold,

    klasse blog - vielen Dank für die spannenden Gschichten

    LG
    Richard

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  2. Um die Brezel beneide ich Dich ja aus vollem Herzen. Aber das mit dem Honig... boah, was für eine (Ess)Kulturschande. Nee, aber auch. :-)

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  3. Ich hab mal in einer Pharma-Firma gearbeitet, da hat ein türkischer Mitarbeiter auch immer so sein Frühstück, respektive Mittagessen so eingenommen. Why not. Wenn´s schee macht. ;D

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  4. @ Richard
    Danke für das Lob. Ich werde mich weiter bemühen.

    @ Klaus
    Du denkst dir wohl; Schade um die schöne Brezel! ;-)

    @Christian
    Die Leute von der Pharma-Industrie wissen halt was gut ist.

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  5. @ Reinhold:

    Stimmt. ^^

    Wobei gerade dieser Mitarbeiter sich kategorisch weigerte, auch nur eines der Produkte, die wir herstellten zu sich zu nehmen. Obwohl die imho in dem Fall garnicht so schlecht waren: Basische Mineralstoffpräparate und so. Eher sinnvolle Qualität denn Abzocke mit Überflüssigem.
    Lass´ich nix kommen auf den Laden!

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