Das Projekt gilt als beendet. Betreiber von car2go ist jetzt eine Tochtergesellschaft der Daimler AG, die ins Handelsregister Ulm eingetragene car2go GmbH mit Sitz in Ulm. Geschäftsführer der Gesellschaft ist der bisherige Projektleiter Robert Heinrich.
Elisabeth Rust und Javed Chaudrey, beide Vorstände der Taxigenossenschaft Ulm, in der -> 70 Taxiunternehmer organisiert sind, verzeichnen einen Rückgang der Fahrten im monatlichen Wechsel von 20 – 30 %. Der Vorstand der Neu-Ulmer Taxigenossenschaft, Dietmar Bundschuh, meint car2go hätte nicht zuletzt den deutlichen Abwärtstrend ausgelöst. Besonders während der diesjährigen Faschingszeit war die Flaute an den Taxiständen im Vergleich zu den Vorjahren zu spüren gewesen.
Viele Gruppen, die Abends in Ulm ausgehen, erküren einen Fahrer, der dann nüchtern den Rest der Gruppe, Einen nach dem Anderen nach Hause bringt. Ein neues iPhone App macht den Buchungsvorgang in dieser Zielgruppe populär und bequem.
Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner lobt car2go, weil
- die Parkraumsituation entlastet wird
- die CO2 Belastung (nachgewiesen durch die Universität Ulm) gesenkt wird
- sich die Ulmer Bürger begeistert zeigen
- die Wissenschaftsstadt Ulm ein internationales Aushängeschild erhält (Stadtmarketing)
(Taxi aus München vor dem Ulmer Rathaus)
Andreas Leo, Projektsprecher, meint; „Car2go hält die Kunden nicht in relevanten Größenordnungen von der Taxinutzung ab.“ Car2go wird noch in diesem Jahr auf eine nicht genannte europäische Großstadt ausgeweitet. 2011 wird eine nochmalige Expansion ins Auge gefasst.
Hauptargumente in den Internetkommentaren gegen Taxis und für car2go ist der günstigere Mietpreis gegenüber den Taxitarifen. Gegen den ÖPNV wird mit der kürzeren Zeit, die man für die Fahrt braucht, argumentiert. Einen Kommentar im Online Auftritt der Südwest Presse vor drei Tagen ist mir ins Auge gesprungen: „Freundliche Taxifahrer sind die absolute Ausnahme. Für eine Stadtstrecke mit 2,5km wurd ich gefragt, warum ich nicht einfach laufe...“




