Dienstag, 28. Dezember 2010

Angekommen

Die Rolle unseres Kurzstreckenautomaten am Flughafen München mit der 20 Minuten Regel habe ich schon vorgestellt. Was es aber mit den Handzeichen des jeweils ersten Kollegen auf sich hat noch nicht.
Wenn die Taxis innerhalb von 20 Minuten wieder zurück zum Terminal kommen, dürfen sich die Kollegen wieder vorne einreihen. Die Reihe schiebt sich aber eins nach dem anderen nach vorne ankommende Kollegen würden in der Reihe keinen Platz finden. Da hat sich eine Lösung eingebürgert. Der Kollege der als nächstes auf den ersten Platz vorrückt, wirft einen Blick auf die Anzeige des Kurzstreckenautomats. Dort wird die Anzahl der noch zu erwarteten Taxis angezeigt. Der Taxifahrer dreht sich um und zeigt seinem Hintermann mit den Fingern die Zahl an. Der Hintermann weiß dann wie viel Abstand er halten muss. In diese Lücke können sich dann die Rückkehrer einreihen. Oft genügt dazu eine Hand. Der in die Höhe gestreckte Zeigefinger zeigt eins, kommt der Daumen dazu werden es zwei usw… .Gestern Abend hub unser Kollege zwei Hände und zeigt uns die Full Hand und noch zwei. Sieben! Sieben Taxis erwarten wir noch, die sich wieder vor uns einreihen können.



In den nächsten zwei Minuten donnern die Taxis ans Terminal. Das mit dem Abstand halten hat wohl so nicht geklappt. Der Abstand war zu kurz. Jetzt stehen die zurückkommenden Kurzen in zweiter Reihe neben dem eigentlichen Stand.
Als ich vorne war, erwischte ich auch einen Kurzen. Eine gestrandete Familie. Sie kamen aus dem U.K. und wollten nach Moskau.
Ich scherze:“Dann macht ihr erstmal nach zwei Stunden Flug eine Nacht Pause?“
Die Mutter antwortet: “Nein, wir waren zuerst noch in Düsseldorf, hoffentlich kommen wir morgen nach Moskau.“
„Oder bis nach Warschau, dann wärt ihr wieder einen Schritt weiter.“ fällt mir ein.
So richtig lustig fanden sie es dann auch nicht. Nach dem Kurzen reihe ich mich wieder ein. Fünf Personen. Das gleiche Fahrtziel Sheraton Arabella Hotel Schwaig. Ja die Moskau – Maschine, ich weiß. Ein drittes Mal darf ich mich nicht vorne anstellen. Es stehen aber nur 30 PKW und drei Bus –Taxis da. Nach einer Stunde werde ich als erster Bus aus der Reihe genommen. Und wieder – Arabella Sheraton Schwaig. Als ich zurückkomme winkt mir schon ein Kollege ab. Die Berlin ist durch. Die Berlin war die letzte Maschine die gestern Abend angekommen ist. Nach den Weihnachtsfeiertagen bin ich wieder mittendrin – im Gschäft.

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