Montag morgens, die erste, sehr frühe Fahrt geht zum Flughafen. Das gefällt mir. Montags früh sind am Flughafen die meisten Ankünfte. Dementsprechend schnell läuft dann auch die Taxireihe durch und ich bin bald wieder besetzt zurück in der Stadt. Auch heute klappt das ganz gut. Nach zwei stunden um 8.Uhr bin ich vorne an der Reihe. Ein junger Mann mit einem Riesen-Gepäckstück und zwei Koffern kommt auf mich zu. Der Kofferraum meines Taxibusses ist genau richtig. Wir verstauen das Gepäck. Fahrziel Hallbergmoos, Zeppelinstrasse. Eine kürzere Fahrt als ich erwartete. Aber ich habe eine Chance, bin ich innerhalb von 20 Minuten wieder zurück, kann ich mich vorne einreihen.
Der österreichische Fahrgast kommt gerade aus Florida. Er hat dort am ->Ford Ironman in Panama City teilgenommen. Das große aber leichte Gepäckstück ist sein Fahrrad das in Florida während des Wettbewerbs zum Einsatz kam.
20 Minuten habe ich Zeit. D.h. ich muss in 10 Minuten am Fahrziel fertig kassiert, Quittung geschrieben, Kreditkarte akzeptiert haben und abfahrtbereit sein. Dann habe ich noch die restlichen 10 Minuten für den Rückweg.
Zu den drei Disziplinen in Florida; 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen ist jetzt im Erdinger Moos noch eine vierte Disziplin dazugekommen. 6,4 Kilometer Taxifahren und in 10 Minuten fertig sein.
Unterwegs erklärt mir der Sportler, dass er sein Auto in einer Nebenstraße der Zeppelinstraße in einer Tiefgarage geparkt hat. Ich solle doch bitte warten, bis er mit seinem Auto hochkomme. Ich fahre, ich warte, das Rolltor der Tiefgarage öffnet sich, ein Auto kommt heraus, mein Sportler war es nicht, das Rolltor geht wieder zu, geht auch gleich wieder auf. Jetzt kommt ein Auto. Ich luge auf das Nummernschild. Ja, es ist eine Nummer aus unserem Nachbarland. Mein Fahrgast sitzt am Steuer. Wir laden sein Gepäck und Sportgerät um. Ich kassiere und schaue auf die Uhr. Seit unserer Abfahrt am Flughafen bis jetzt sind 14 Minuten vergangen. Keine Möglichkeit mehr für mich auf den ersten Platz an der Schlange. Ich will mir das Rasen zum Flughafen und dann die rote Lampe am Kurzstreckenautomat sparen und trolle mich in die Stadt.
Ach ja, ich habe ihn gefragt welchen Platz er bei dem Ironman Wettbewerb erreicht hat – den respektablen Sechsten. Ich hätte dann am AGIP Speicher am Flughafen am Ende der Reihe den etwa 312. Platz erreicht.
Warum lobt ihr aber an eurem Flughafen so komplizierte Spiele aus! Bei uns geht das am FH nach der einfachen Kindergarten-Methode "Weggegangen-Platz gefangen". Da weißt du immer, woran du bist.
AntwortenLöschen@ Bernd
AntwortenLöschenDas Geschäft wird ja mit unserer 20 Minuten Regel auch nicht mehr. Wenn die Rückkehrer sich wieder hinten anstellen müssten, dann ginge die ganze Reihe ach schneller durch. Nur für den Betroffenen, der nach vier Stunden Wartezeit, für 20 € fährt, für den wäre es nicht so prickelnd.
Ich habe gehört, es ist aber noch nicht sicher, wird aber unser Spiel noch verfeinert. Wer eine Fahrt zum Novotel am Flughafengelände hat, und dann noch eine kurze Fahrt, der darf sich dann zum dritten mal vorne anstellen …
Irgendwann gibt es für den Standplatz ein eigenes Regelwerk wie in der Ravensburger Spielekiste - dann wären wir wieder im Kindergarten.