Da steht sie! Eine Propellermaschine aus der Flotte von Dietrich Mateschitz. Mateschitz ist der Chef von Red Bull. Sponsor mehrerer Flugschauen, Fussballvereinen und Formel 1 Rennställen. Letztes Jahr während des Oktoberfestes drehte eine silberne viermotorige Propellermaschine mit Red – Bull Werbeaufschrift immer tiefer werdende Kreise über die Wiesnbesucher. Bei der Polizei gehen Anrufe von beunruhigten Oktoberfestgästen ein. Manch Einer vermutet einen Terroranschlag nach der Manier 9/11. Die Maschine dreht werbewirksam ihre Kreise und verschwindet wieder Richtung Salzburg zum Red – Bull Heimatflughafen. Heute war ich in Salzburg im Hangar 7. Dort stellt der Energygetränkehersteller seine Flugzeuge und Rennwägen aus. Heute konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass zumindest die zweimotorige silberfarbige Werbemaschine wohlverwahrt im Museumshangar steht.
Die Stadt hat nach dem Vorfall Sachverstand und Weitsicht wallten lassen und gleich wieder ein Flugverbot über die Wiesn beantragt. Da wird sich aber der Terrorpilot schön anschauen. Bringt ein Flugzeug in seine Gewalt. Steuert es, bereit für den Märtyrertod, auf das Oktoberfest. Und dann das… Überflugverbot! Alles abblasen. ICH mache hier keine Witze über Tote, eher der, der denkt ein Flugverbot (in dieser Form) hält einen Terroranschlag ab.
Bei der Gelegenheit konnte ich mich im Hangar 7 selbst von einer weit unspektakuläreren Werbemaßnahe aus dem Hause Red Bull überzeugen. Nachdem ich Dark Dog, Red Bull, Flying Horse … verköstigte, bin ich kein Freund von diesen süßen, bunten Getränken. Aber was ich in der Mayday Lounge aufgetischt bekommen habe, hat mich überzeugt. Ich genieße eine Red-Bull Cola drapiert mit Himbeeren und einer Physalis, im Getränk schwimmen zwischen Eiswürfeln zwei weitere Himbeeren, die Zimtstange bringt einen Hauch Würze. So einen Überflieger lass ich mir schmecken.
Die Red Bull Cola-Rezeptur ist ziemlich gelungen.
AntwortenLöschenUnd anders als Coca Cola macht Red Bull auch nicht bigott-puritanisch einen auf Saubermann und behauptet dreist, in ihrem Getränk sei niemals nicht das (namensgebende) Kokain enthalten gewesen (obwohl jeder in den Geschichtsbüchern das Gegenteil nachlesen kann), sondern druckt unverforen in die Zutatenliste "Cocablatt" (freilich in ungefährlicher und gesetzeskonformer Varietät).
Weiters finden sich das herzstärkende und feurig schmeckende Galgant, Vanilleschoten, Senfsamen, Limette, Colanuß, Kakao, Ackerminze, Pinie und noch allerlei andere abgefahrene Zutaten, die man eher in einem indischen Gericht denn in einem mitteleuropäischen Erfrischungsgetränk vermuten würde.
Mir gefällt das Red Bull Firmenkonzept. Klar geht es "auch" um Geldverdienen (und das nicht zu knapp). Aber das Ganze wird auf eine spielerische, nicht zu bierernste Weise gemacht, dabei jedoch stets qualitätsbewußt. Apple nicht unähnlich.
Tipp von mir auch: Das "Carpe Diem" Restaurant in Salzburg. Ebenfalls Teil des Red Bull-Imperiums.
P.S.: Super Fotos! :-)
AntwortenLöschenDanke für das Lob des Fotografen, alles mit der Snapshot von Canon gemacht. An deine fotografischen Kompositionen reichen meine Knipsbilder noch nicht heran.
AntwortenLöschenIm Eingangsbereich des Hangars waren drei Restaurants übereinander. Unten das Carpe diem, darüber das Ikarus und ganz oben, wo wir waren, die Maday Bar.
Aha - ich meinte das Carpe Diem in Salzburg Altstadt. Daß es auch im Hangar 7 ein Carpe Diem gibt wußte ich nicht. Ich war erst einmal im Hangar 7, und das auch eher kurz.
AntwortenLöschenVon der Fläche her kann das Carpe Diem im Hangar nicht so groß sein - das Pendant in der Altstadt ist im Vergleich riesig. Oben im ersten Stock ist es ein Restaurant, unten eine Art Bistro. Dann sind noch schöne, Lounge-artige Plätze auf einer Terrasse zur Getreidegasse raus - man beobachtet die vorbeiströmenden Menschen wie im Kino.
Als wir dort unser Mittagessen einnahmen kam eine österreichische Mama daher, die sich zusammen mit ihrer kleinen Tochter einen kleinen, arabischen Bub "geschnappt" hatten, der ihnen aufgefallen war wie er orientierungslos und verzweifelt in der Altstadt umherirrte - offensichtlich hatte er den Anschluß an seine Familie verloren.
Der Junge fand dann im Carpe Diem bei den Bedienungen vorübergehend professionelles Asyl, und ich gab denen den Tipp, bei der "Gendarmerie" anzurufen um das Vorrätigsein des Kindes ebendort anzuzeigen, falls sich nämlich ihrerseits die Eltern dort melden würden um ihren Verlust zu beklagen.
Wenig später tauchte dann die Familie des kleinen Bubs auf, der infolgedessen sofort in Tränen der Erleichterung ausbrach.
Sehr zu empfehlen im Carpe Diem ist der Caesar´s Salad und die absolut unübertrefflich kreierten Desserts. Daß die Kaffeeprodukte nach sämtlichen Regeln der Kunst angefertigt sind, versteht sich in Österreich ohnehin von selbst.