Samstag, 18. September 2010

Auf dem Weg zum Jägermeister

Zuerst ist es eine fixe Idee. Robert und ich wollen Jäger sein. Erste Voraussetzung dazu - der Jagdschein. Die Leute, die wir in unsere Pläne eingeweiht haben, runzeln fast ausnahmslos die Stirn, der Jagdschein, der Jagdschein … da muss man viel lernen. Ein Taxikollege, der bereits Jäger ist weiß konkreteres. Er berichtet von seiner Jagdschule, bei der er gelernt hat. Die Ausbildung dauert etwa ein Jahr. Theorie ist immer Donnerstags abends, Praxis Samstags im Lehrrevier. Im Internet finden sich viele Jagdschulen die die Vorbereitung zur Prüfung zum Jagdschein in Wochenkursen anbieten. Uns gefällt aber die lange Ausbildung in München besser. Der Spruch im Prospekt der Jagdschule; Wir wollen Jäger ausbilden, keine Jagdscheininhaber – hat es mir angetan. Sicher, ein Jagdschein in zwei, drei Wochen irgendwo in Norddeutschland ist eine feine, schnelle Sache. Der erste Eindruck und die Empfehlung des von uns geschätzten jagenden Kollegens lassen uns von dieser Schule überzeugen.
Gestern, standen wir noch waidmännisch jungfräulich vor dem Jagdmuseum und taten den ersten Schritt zu Jagdschülern. Alleine das Jagd- und Fischereimuseum als Unterrichtsraum macht schon was her. Wir müssen nur an der Pforte unsere Namen eintragen und können die breite Treppe zur ersten Zusammenkunft beschreiten. Neugierig mustern wir unsere neuen Mitschüler. Ein Fünftel davon sind Frauen. Den Einen oder Anderen werden wir während der nächsten Monate näher kennenlernen. Nachdem das Organisatorische geklärt ist, stellt sich unser Ausbildungsleiter vor und übergibt uns die Termine für die Unterrichtseinheiten.
Ein Beamer wirft die Unterrichtsinhalte an die Wand. Ich bin baff.

18 Ausbilder / Referenten, darunter ein Rechtsanwalt unterrichten uns in den Fächern Hege, Naturschutz, Land- und Waldbau, Wildkunde, Jagdpraxis, Jagdbetrieb, Jagdwaffen, Jagdhunde, Jagdrecht, Wildprethygiene, Aufbrechen, Zerwirken, Unfallverhütung, Treibjagd, Drückjagd, Biotop-Pflege, Pflanzung, Vogelschutz, Ackerpflanzenkunde, Maschinenkunde, Jagdliches Brauchtum, …. Dazu kommen noch Exkursionen, z.B. in den Wildpark nach Poing oder ins Gebirge.

Laut Ausbildungsplan werden wir uns bis in den November mit dem Thema Jagdhunde beschäftigen. Ein Züchter führt uns in die Hundeausbildung, Hundekrankheiten, Hundeführung und die einzelnen Rassen bei der Jagdverwendung.
Ich bin Sportschütze und Garten- Landschaftsbauer, bei der Schießausbildung und beim Land- und Waldbau gibt es Überschneidungen mit meiner bisherigen Ausbildung.


Angesichts der Menge des Unterrichtsstoffs sind wir wohl etwas überrascht und genehmigen uns später, wir bleiben dem Thema treu, jeder drei kleine JÄGERMEISTER.

Jetzt, ein Jahr später, habe ich den ->Jagdschein in der Tasche. :-)

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2 Kommentare:

  1. Respekt.
    Da kommt was auf Euch zu.

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  2. solange es kein wildgewordener keiler ist und ich mich hinter reinhold verstecken kann - komme was auch immer kommen mag. gruß an alle hier robert

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