Sonntag, 25. April 2010

Serie


Ein Aussteller aus Asien verlässt die Messe, er macht einen seligen Eindruck. Schon sitzt er in meinem Taxi. Er fühlt sich lucky, das müsse er jetzt ausnützen. Er will sein Glück bei 17 + 4 versuchen. Ich bestärke ihn mit der Erkenntnis, dass das Pech in Strähnen und das Glück in Serien kommt. Auf geht’s in das nächste Casino – nach Bad Wiessee am Tegernsee. Er fragt mich was das Bad vor Wiessee bedeutet. Ich wundere mich, warum schon so viele Fahrgäste aus dem Ausland nach der Bedeutung von Bad fragen. Ich erkläre es ihm mit Luftkurort, Jodquelle usw. bei meinem Englisch muss ich mit vielen Umschreibungen arbeiten. Aber er hat es kapiert. Und ich weiß jetzt warum viele Fragen. Bad heißt im englischen schlecht.

Wer will schon nach „Schlecht Wiessee“? Oder dass wir von Ratten regiert werden, die sitzen ja im „Rathouse“ im Zentrum jeder Gemeinde.

Ich wünsche ihm weiterhin viel Glück. Ich hatte meines ja schon – die Fahrt von München zum Tegernsee. Jetzt bin ich mal neugierig auf meine Serie …

1 Kommentar:

  1. Interessanter Aspekt den Du da ausgemacht hast. Daran werden die Entscheider in der Bayerischen Staatsregierung nicht gedacht haben als sie Bad Wiessee als Casinostandort pushten.

    In Asien ist man teils viel mehr auf solche "Zeichen" fixiert als man sich das hierzulande vorstellen würde. So wurde einmal in Amerika eine Vorwahl geändert woraufhin es zu massiven Protesten in der chinesischstämmigen Bevölkerung vor Ort kam:

    Die alte Vorwahl klang nämlich ähnlich einem "glücksverheißenden" chinesischen Wort wohingegen die neue Vorwahl von dem her eher negative Assoziationen weckte.

    Allerdings finde ich persönlich dieses Bad Wiessee auch wenn man solche Dinge außer Acht lässt wenig attraktiv:

    Die Abteilung mit den "einarmigen Banditen" erinnert leider weniger an Las Vegas denn an ein Bahnhofsstüberl und auch die etwas stimmungsvollere Abteilung für Roulette ist dann doch sehr, sehr überschaubar...

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