Donnerstag, 22. April 2010

Aschenwolke stoppt Asche -Regen


Es soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, dass das Flugverbot uns Taxifahrern nur Gutes in Form von weiten Fahrten beschert hat. Es gibt natürlich auch die Kehrseite. In München fehlt das internationale Publikum. Der Geschäftsreiseverkehr ist für uns Taxler, besonders für die Tagfahrer, in München die höchste Einnahmequelle. Nicht nur für die Fahrten vom und zum Flughafen.


Jetzt während der BAUMA bekommen wir die Auswirkungen doppelt zu spüren. An den Taxiständen am Flughafen ist Stillstand. Die Kollegen die nur eine Genehmigung für Erding, Freising oder München/Land haben, stehen sich die Reifen eckig oder machen gleich frei. Für den einige wenige besteht Hoffnung auf einen Flugersatzverkehr. Aber der überwiegende Teil der Flughafentaxler schaut in die Röhre. Zudem sie noch auf die umsatzstarke BAUMA hofften. Die Taxifahrer mit Stadtkonzession können noch ausweichen und in der Stadt ihr Glück versuchen. Dort verdichten sie aber noch mehr das Taxiangebot. Dazu kommen noch die Fahrer, die nur während der großen Veranstaltungen fahren, die sind zur BAUMA – Zeit auch noch unterwegs. Die Vorbestellungen, die bei den Taxiunternehmen eingingen, wurden alle storniert.

So hatten wir genug Zeit und Muße, während des ersten Messetages selbst auf die BAUMA zu gehen. Die riesigen Baumaschinen sind beeindruckend. Die Aussteller befürchten, das Flugverbot würde noch weiter anhalten. An den Messeständen fehlt auch die Besetzung. Wir sprechen mit einem Aussteller aus China. Seine Mitarbeiter konnten nicht anreisen. In der Not hat er vom Messeservice Hostessen angeheuert, die Prospekte verteilen. Das kann die Kunden, die fachkundige Informationen wollen, nicht befriedigen. Bei einem Messeetat von bis zu 25 Mio. €; ein herber Verlust.

Als wir um 18:30 Uhr die Messe verlassen, stehen vor dem Eingang West die Taxis in zwei Reihen und warten auf die Messegäste. Selbst bei einer mittelprächtigen Messe muss die Zentrale über Funk die Taxis an die Messe schicken. Die Fahrgäste stehen an den Taxiständen Schlange.


Es bleibt uns allen nur auf die Aufhebung des Flugverbotes zu hoffen.

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