Montag, 25. Januar 2010

Zwangsaufenthalt in Seefeld

Am Anfang dieses Monats hatten wir zwei Abholungen in Seefeld zum Flughafen. Bei der ersten Abholung war mein Taxibus zuviel. Ich organisierte bei einem Seefelder Taxiunternehmen ein PKW – Taxi. Jetzt hatte ich zwei und eine halbe Stunde Aufenthalt in Seefeld. Ich parke mein Taxi am Bahnhof und gehe in die Ortsmitte. Zunächst besuche ich die St. Oswald Kirche. Ich mache dort ein Foto von außen, vom Taufbecken und von dem alten mächtigen Opferstock gleich nach dem Eingang. Ich kaufe mir noch einen von diesen Kirchenführern, die in den meisten Kirchen für ein paar Groschen ausliegen.

Mein Spaziergang geht weiter über den für Fahrzeuge gesperrten Ortskern. An einem zentralen Platz spielen die Seefelder und die Touristen Eisstock. Da sind richtige Profis dabei, die nach jedem zweiten Schub die Grundplatte ihrer Eisstöcke auswechseln.

Auf dem Rückweg komme ich an einem Hotel vorbei, dass draußen eine Bar aufgebaut hat. Um die Bar stehen schwach besetzte Tische. Aus den Lautsprecherboxen dröhnt Musik, deren Text an Schwachsinn nicht mehr zu überbieten ist. Schlimmer als auf dem Oktoberfest. Noch dazu pfeift der Typ hinter der Bar mit einer Trillerpfeife um Gäste aufmerksam zu machen. Vier Touristen mit bunten Mützen sitzen an einem der Tische und grölen zu der Musik. Andere versuchen mit dem Takt der Musik zu klatschen. Das mit der Aufmerksamkeit erwecken gelingt dem trillerpfeifenden Alpen-Pumuckl schon ganz gut. Aber mit dem Ergebnis scheint er nicht ganz einverstanden. Die meisten Gäste huschen schnell an der Szenerie vorbei.

Auf dem Rückweg fotografiere ich noch das Casino. Die grenznahen Spielbanken in Österreich sind bei den Jugendlichen aus einem Grund sehr beliebt. Hier darf man schon ab 18 rein. Eine andere Gruppe sind die Spieler, die sich in den deutschen Casinos selbst sperren ließen. Auch das geht. Ich kenne nicht nur einen Spieler, der zu dieser Maßnahme griff. Siegt dann und wann die Spielsucht, bleibt nichts übrig als die Casinos hinter der Grenze aufzusuchen.


Gegenüber der Spielbank steht im Eingangsbereich ein Automat mit dem man sich selbst fotografieren lassen kann. Das persönliche Porträtfoto wird in die Mitte einer Postkarte gedruckt.

Am Taxistand, stoße ich beim Durchlesen des Heftchens aus der Kirche, auf die > -> Sage von Oswald Milsern . Ich hab noch etwas im Internet gestöbert und die Geschichte online gestellt. Die Fotos aus der Kirche konnte ich dazu gebrauchen. Jetzt weiß ich, dass es über dem Südportal eine Darstellung des Wunders gibt. Das hätte als Foto natürlich besser gepasst. Aber nach dem Lesen des Heftchens war ich schlauer – nur nicht mehr in Seefeld. Auf den Seiten über Seefeld und das Hostienwunder habe ich als Hintergrund ein Foto eingebunden. Das Foto bleibt immer unten rechts, egal wie groß der Bildschirm des Betrachters ist.

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