Am Abend um 18:20 Uhr, ich hatte gerade meine letzten Fahrgäste noch zu Baumann gebracht, mache mich auf den Weg zum Valley´s. Dort wollen wir Fahrer den Stofffrühling gemeinsam ausklingen lassen. Plötzlich ein Notruf von einem Stofffrühling – Kollegen. Ich bin in der Sonnenstrasse und höre deutlich wie der Fahrer mitten in der Meldung seiner Genehmigungsnummer abbricht. Thomas in der Zentrale hört das Gleiche. Die Zentrale versucht ihn anzufunken; keine Rückmeldung. An sein Handy geht er auch nicht ran. Ich fahre langsam auf der Sonnenstrasse weiter und halte nach einem Taxibus Ausschau. Ich kann unter hunderten Autos im dichten Verkehr keinen Taxibus finden. Thomas teilt mit, dass er von der Müllerstrasse auf den Weg zur Ottostrasse war. Er müsste doch hier sein! Die letzte Ortung vom Datenfunk war vor vier Minuten in der Müllerstrasse. Ich überquere den Sendlinger Tor Platz um zu wenden. Jetzt sehe ich den Taxibus. Mitten in der Kreuzung Blumen / Pestalozzistrasse. Ich melde der Zentrale den genauen Standort und dass dort das Taxi mitten im Chaos steht, alle Türen sind offen. Ich steige aus um mir ein Bild so machen. Da sehe ich schon den Fahrer auf dem Bürgersteig stehen. Mein erster Gedanke war: Ein Unfall mit einem Fahrradfahrer oder Fußgänger. Ich kann aber keine Verletzten sehen. Der Fahrer ist mit anderen Personen in hitzigen Debatten verstrickt. Ich melde der Zentrale, die schon gespannt meine Rückmeldung erwartet einen „wortreichen Konflikt“. Erstmal Entwarnung. Ich höre was die Beteiligten und spätere Zeugen sagen. Der Fahrradfahrer hat mit dem Handy telefonierend bei Rot die Kreuzung überfahren und dabei das Taxi geschnitten. Der Taxifahrer hat wohl etwas durch das geöffnete Fenster gesagt. Der Fahrradfahrer kommt an das Fenster und würgt den Fahrer. Die Fahrgäste reißen die Tür auf und verschwinden. Andere Verkehrsteilnehmer bleiben stehen und stellen sich als Zeugen zur Verfügung. Ein weiterer Kollege kommt herbei. Jetzt kommt zufällig ein Fahrzeug des Zolls vorbei. Der Zoll sichert mit Blaulicht die Stelle ab. Drei Taxibusse und der Zoll, es wird richtig bunt. Die Schaulustigen werden immer mehr und recken die Hälse. Die Polizei ist verständigt. Wir wollen abwarten bis die Polizei eintrifft um den Beamten zu sagen wer sie gerufen hat. Nach einer halben Stunde und zwei Reklamationen ist die Polizei noch nicht eingetroffen. Der Zollbeamte schlägt vor die Kontrahenten sollen die Adressen austauschen. Der hinzugekommene Kollege und ich machen uns jetzt wieder vom Acker. Im Valley´s werden wir schon erwartet um die Geschichte brühwarm zum Besten zu geben. Trotz dieses turbulenten Abschlusses war der Stofffrühling ein vor alle Beteiligten erfolgreiches Ereignis – kommen wir zum Schluss.






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