Das Tollwood – Festival kam ein Jahr nach mir nach München. Ich wohnte in der Dachauer Strasse, Nähe Leonrodplatz. Das erste Tollwood, 1988 war auf dem Gelände des Olympiaparks. Das war noch richtig alternativ. Es gab dort ein altes rot-blaues Zirkuszelt und höchstens zehn Stände. Die Künstler die dort auftraten, wie die Biermösl-Blasn oder Konstantin Wecker, hatten noch einen lokalen Bezug.
In der Zwischenzeit habe nicht nur ich mich, sondern auch das Tollwood sich verändert.
Drei Jahre später gab es dann noch das Winter-Tollwood auf dem Gelände an der Arnulfstrasse. Jetzt ist dort der ZOB, der Zentrale Omnibusbahnhof. Das Winter-Tollwood ist seit dem Jahr 2000 auf die Theresienwiese umgezogen. Die Theresienwiese ist auch der Platz auf dem jedes Jahr drei Monate vor dem Tollwood unser weltbekannter Landhausfasching stattfindet. Von einem Fahrgast, der auf dem Tollwood und auf der Wiesn einen Stand betreibt, weiß ich, dass sich die Standplatzpreise schon fast angeglichen haben. Das Programm hat sich auch stark verändert. Von Regional zu International. Von politischem Anspruch zu inhaltsleerem Kommerz.
Aber für eines ist das Tollwood in den Tagen vor Weihnachten interessant. Wer noch schnell phantasievolle Geschenke sucht wird hier fündig. In einer Stunde hat man den Arm voller kleiner Weihnachtsgeschenke. Wenn man sich noch eine Geschichte dazu ausdenkt, ist man auf jeder Weihnachtsfeier willkommen.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentarformular-Meldung hier