Montag, 28. Dezember 2009

Niko Santa Claus

In der St. Martin Kirche in Baar-Ebenhausen gibt es ein Krippenspiel, an das sich sogar noch mein Vater erinnert. Man schmeißt eine Münze, egal welche, in einen Opferstock und im Glockenturm einer kleinen Kirche beginnt die Glocke zu läuten. Das Kirchenportal öffnet sich und eine kleine Christkindlfigur kommt heraus. Das Licht in der Kirche geht an und man kann einen liebevoll ausgestatteten Innenraum erkennen. Zudem beginnt auch noch das Wasser aus einem Brunnen neben der Kirche zu rinnen. Der ganze Zauber dauert etwa 30 Sekunden und hat mich schon als kleinen Jungen begeistert. Dieses Weihnachten war es an der Zeit das meiner kleinen Tochter zu zeigen. Man muss nur abwarten bis die Kirche leer ist, sonst kommt man mit den Katholiken in Kontakt.



Nach dem Krippenspiel sehe ich an der Rückwand der Kirche ein interessantes Logo. Ein durchgestrichener Weihnachtsmann. Im Aushang daneben wird auch gleich erklärt was es darauf auf sich hat. Zunächst wartet man am Heiligabend auf das Christkind und nicht auf den Weihnachtsmann, steht da. Wenn ein Mann in der Adventszeit zu den Kindern kommt, ist es am Abend des 6.Dezenbers der Nikolaus und sonst niemand. Der Weihnachtsmann, der durch das Fernsehprogramm geistert, in den Auslagen der Geschäfte steht, auf Häuserfassaden klettert oder auf dem Tresen der Imbissstände tanzt, ist eine Erfindung der Marketing-Abteilung von Coca-Cola. Man erkennt den falschen Nikolaus an seinem roten Gewand und der lächerlichen Zipfelmütze mit weißem Bommel.


Der richtige Nikolaus kommt als Bischof. Als solchen trägt er ein Brustkreuz, einen Ring, den
Rauchmantel, den Hirtenstab und natürlich die Mitra. Die Insignien werden daneben mit Foto vorgestellt. An ein einem weiteren Aushang wird der Schokoladenweihnachtsmann mit dem Schokoladennikolaus verglichen. Bei dem richtigen Nikolaus ist eine Bezugsadresse angegeben.

Ich kenne aus dem angelsächsischen Raum den Brauch, dass am Abend des 24. am Kamin Schuhe aufgestellt werden. Der Weihnachtsmann, oder wer auch immer, springt von seinem Rentierschlitten durch den Kamin und befüllt das Schuhwerk mit Geschenken. Für Rudolph, dem rotnasigem Leitrentier steht auf dem Tisch ein Glas Milch. Der Weihnachtsmann schnappt sich das Platzerl daneben. Am Morgen des 25. ist dann Bescherung, der Keks ist weg und das Glas Milch ist ausgetrunken.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Coca-Cola diesen Brauch auch eingeführt hat. Daher würde mich interessieren, wie den der Weihnachtsmann vor 1928 im U.K. oder den U.S.A. bekleidet war.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentarformular-Meldung hier

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...