Freitag, 21. Juli 2017

GÄTs no?



“40,5 Grod - des hob i ja no nia gsegn.“ ; 

der Joghurt-Heinze sitzt bei geöffneter Fahrertür in seinem Taxi am Flughafen. Und das will was heißen, inzwischen zählt unser Kollege und Erfinder des Schramm-Motors schon 78 Jahre. Sofort ruft er seien langjährigen Freund Maharadscha an. Maharadscha ist genauso wie der Joghurt-Heinze ein Münchner Taxiurgestein. Er stammt aus Indien und heißt natürlich nicht Maharadscha. Die Taxler haben ihn einfach vor Jahrzehnten so genannt. Ich glaube niemand kennt seinen richtigen Namen. Neben Deutsch, Bayerisch gefärbt, spricht er als Inder natürlich auch Englisch. So verbessert er nicht nur den Heinz, der ihm gerade am Telefon seinen persönlichen Hitzerekord am GAT meldet. 

„GÄT hoaßt des, GÄT! Net GAT. Des is Englisch. Ihr kennts ja alle koa Englisch net. GÄT!“

Ich muß zugeben; ich habe das GAT, das General Aviation Terminal, deutsch ausgesprochen- zumindest bis jetzt. 

Hier, wo die zivilen, gewerblichen Flüge, außerhalb des Linien- und Charterverkehrs, sowie alle privaten Flüge abgewickelt werden, stehen wir seit April dieses Jahres mit unseren Taxis und warten bis wir auf das Terminal 2 gerufen werden. Das GAT ist der Nachfolger unseres bisherigen AGIP-Speichers

Wartende und schwitzende Taxifahrer am GAT

Obwohl ich schon seit Monaten versuche an den Taxistandplätzen mit Babbel Spanisch zu lernen, bin ich weit von der Sprachgewandheit unseres Maharadschas entfernt. Ich könnte nach der langen Blogpause unter den einen oder anderen meiner künftigen Posts einen kurzen Text auf Spanisch setzen. So könnte ich nach und nach meine bescheidenen Kenntnisse anwenden und mich motivieren. Andere interessante Themen gäbe es auch zuhauf: unsere Familienreise nach Barcelona oder meine neue Entdeckung, der Weltwald bei Freising direkt vor unserer Haustür. Ich könnte historische Gebäude in München vorstellen, zum Teil in Englisch, mit einem Link auf unsere limousines.cab
Werden die einzelnen Posts dann zu lange und/oder verwirrend? Wird der Aufwand für mich zu groß werden? Soll ich die Texte 1zu1 übersetzen? Dazu fehlen mir die Sprachkenntnisse des Maharadschas - der beherrscht sogar die Bayerische doppelte Verneinung:

„.. koa Englisch net …